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	<title>Manuela Rimbach-Sator &#8211; DER OPPENHEIM-SKANDAL</title>
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	<description>Der Fall Marcus Held. Dokumentation eines Polit-Thrillers.</description>
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	<title>Manuela Rimbach-Sator &#8211; DER OPPENHEIM-SKANDAL</title>
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		<title>Nach Kirchenvideo: Held entschuldigt sich – ein bisschen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Jan 2018 16:18:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fall Marcus Held]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Baldauf]]></category>
		<category><![CDATA[Manuela Rimbach-Sator]]></category>
		<category><![CDATA[Marcus Held]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Schnieder]]></category>
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					<description><![CDATA[Manchmal kann man Menschen verstehen, die sich enttäuscht und entnervt von der Politik – oder besser: von den Politikern abwenden. Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Oppenheimer Stadtbürgermeister Marcus Held bietet ihnen immer wieder die besten Argumente. Aber auch der rheinland-pfälzische CDU-Generalsekretär müht sich nach Kräften, jedes Vertrauen in die Volksvertreter zu pulverisieren.  Lesen Sie mehr darüber in Folge 2 unseres Wochenrückblicks.  Ein Dieb, der die gestohlene Ware nicht zurückgeben will Unser Bericht „Pastorin der Katharinenkirche: Held hat Grenze überschritten“ sorgte für große Aufregung in der Stadt. Die gotteslästerliche Anmaßung des Stadtbürgermeisters, der sich an Heiligabend vorm Altarraum der Kathedrale für ein Facebook-Video selbst in Szene gesetzt hatte, empörte Pastorin Manuela Rimbach-Sator und entsetzt nach wie vor die Oppenheimer. Da konnte selbst die „Allgemeine Zeitung Landskrone“ nicht länger schweigen. Und bestätigte einmal mehr unsere Rolle als Leitmedium im Oppenheim-Skandal: „Nachdem ein Online-Blogger auf seiner Internetseite über Helds Kirchen-Dreh berichtete, ist dieser derzeit Thema Nummer eins in der Stadt.“ Unser Bericht erschien am späten Abend des 10. Januar. Er zeigte prompt Wirkung: Gleich am nächsten Tag setzte sich Marcus Held an seinen Schreibtisch und schrieb einen Brief, wie die AZ in ihrer heutigen Ausgabe berichtet: „Es tut mir leid, dass ich keine Drehgenehmigung eingeholt habe“, schreibt Held mit Datum vom 11. Januar an Dekan Michael Graebsch. „Es war mir in diesem Moment nicht bewusst, dass eine solche Notwendigkeit besteht. Deshalb möchte ich mich hierfür sehr herzlich entschuldigen.“ Da ist sie wieder, diese – wir dürfen es sicher so nennen – hinterfotzige Vorgehensweise des Stadtbürgermeisters: Dass er die religiöse Gefühle vieler Menschen verletzt hat, ignoriert er einfach, das scheint ihn nicht weiter zu interessieren. Dass er die Kirche und das Orgelspiel für seine Polit-Propaganda „benutzt“ hat, wie Pastorin Manuela Rimbach-Sator klagte, dazu sagt er kein Wort, dafür entschuldigt er sich nicht. Marcus Held entschuldigt sich lediglich dafür, dass er sich seinen Videodreh nicht hat genehmigen lassen. Das wirkt wie ein subtiler Reflex auf die Äußerung der Pastorin zu Verfahrensfragen: Sie hatte gesagt, sie hätte Herrn Held – wenn er denn gefragt hätte – nie und nimmer die Erlaubnis erteilt. Held tut nun in seinem Schreiben an den Dekan so, als hätte er nur fragen müssen – und dann hätte er seine Show vorm Kirchenaltar schon abziehen dürfen. Der inhaltliche Kritikpunkt – Altarraum als Bühne – bleibt unbeantwortet und erst recht unentschuldigt. Der Mann hat nichts kapiert. Und er wird auch noch beim Versuch, sein blasphemisches Verhalten zu erklären, der verlogenen Hochstapelei überführt. Die „Allgemeine Zeitung Landskrone“ hatte geschrieben: „An Weihnachten verschicke er seit vielen Jahren immer einen bewusst unpolitischen Gruß, erklärt Held. Diesen habe er in den letzten Jahren von verschiedenen Kirchen im Wahlkreis aus versendet.“ Diese zwei Sätze beweisen erneut, dass man diesem Mann wirklich kein Wort glauben darf. Auf dem ersten Blick mögen Helds Reden vielleicht gut klingen; doch genaueres Hinsehen und -hören entlarven seine Worte regelmäßig als unwahr, als Lüge. Ein Leser unserer Webseite macht darauf aufmerksam: „Ich habe mir gerade die Mühe gemacht und mir in seinem Facebook-Profil die Weihnachtsvideos der Jahre 2016, 2015 und 2014 angeschaut. 2015 ist VOR der Kirche in Nackenheim entstanden, die beiden anderen Jahre wurde vor Weihnachtsbäumen an anderen Locations (definitiv keine Kirchen) aufgenommen.“ Ein anderer Leser schreibt einen Kommentar, dem man nur beipflichten kann: Wenn Held sein Bedauern ehrlich meine, dann hätte er das Video von seiner Facebookseite gelöscht und einen Text seines Bedauerns veröffentlicht: „Das würde jedoch einen Rest von Anstand erfordern. Aber er erscheint mir wie ein Dieb, der die gestohlene Ware nicht zurückgeben möchte.“ Warum einem die Oppenheimer CDU nur leid tun kann Sieht man einmal von der Maschinerie der Held-Claqueure ab, war es die wohl peinlichste Pressemitteilung in der bisherigen Oppenheim-Affäre: Unter der Überschrift „Ruf nach Klarheit und Konsequenzen wird lauter“ lächelt uns ein Herr Patrick Schnieder an, der Generalsekretär der rheinland-pfälzischen CDU. Das Foto hat er offensichtlich in einem Passfoto-Automaten gemacht, sein Blick durch die randlose Brille wirkt seelenlos-starr, die fest geschlossenen Lippen lassen erahnen, dass er nichts, aber auch gar nichts zu sagen hat. Und tatsächlich: Die selbst gestellte Frage „Wann klärt die SPD endlich auf?“ beantwortet dieser vorgebliche Polit-Stratege allen Ernstes wie folgt: „Nichts Neues im neuen Jahr, stattdessen hüllt sich die Landes-SPD weiterhin in Schweigen. Wann wollen Ministerpräsidentin Dreyer, Landesvorsitzender Lewentz und Generalsekretär Stich endlich Stellung beziehen und ihren Beitrag zur Aufklärung der Vorwürfe leisten?“ Was, bittschön, soll ein normal denkender Mensch mit solch inhaltsleerem Polit-Sprech anfangen? Und da Schnieder seinen schriftlich formulierten Leersinn allen Ernstes als Pressemitteilung verbreitet: Könnte dem Mann vielleicht irgendwer mal sagen, dass kein denkender Journalist dieser Welt mit solchem Nonsens-Text auch nur ansatzweise etwas anfangen kann?! Da kann sich ein Christian Baldauf, der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende, im Innenausschuss noch so abstrampeln und das SPD-geführte Innenministerium wegen seines beharrlichen – und für sich genommen: skandalösen – Schweigens zu den Held-Affären massiv angehen: Er wird keinen Erfolg haben – zumindest nicht bei den Wählern im Lande. Denn es gibt immer mehr Menschen, viele davon übrigens erklärte Christdemokraten, die das oppositionelle Dasein der rheinland-pfälzischen CDU sehr wohl begründen können. Schnieder ist ihnen das nächstliegende Beispiel, und es überzeugt ein ums andere Mal: Wer solche inhaltsleeren Pressemitteilungen veröffentlicht, beleidigt nicht nur alle Journalisten, die sie lesen müssen. Sondern auch die Partei, in deren Namen er sie versendet. Weshalb eine Partei, die sich solchen Generalsekretär leistet, in die Opposition verdammt gehört. Bis sie endlich erwacht – wenn sie denn erwacht! Die kleine Oppenheimer CDU, die sich gegen die Übermacht der SPD abstrampelt, kann einem angesichts einer solchen „Unterstützung“ durch die Landes-CDU nur leid tun.   Wenn Sie mehr lesen wollen: Folge 1 der Wochenrückschau Folge 3 der Wochenrückschau]]></description>
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									<p><strong>Manchmal kann man Menschen v</strong><strong>erstehen, die sich enttäuscht und entnervt von der Politik – oder besser: von den Politikern abwenden. Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Oppenheimer Stadtbürgermeister Marcus Held bietet ihnen immer wieder die besten Argumente. Aber auch der rheinland-pfälzische CDU-Generalsekretär müht sich nach Kräften, jedes Vertrauen in die Volksvertreter zu pulverisieren.  Lesen Sie mehr darüber in Folge 2 unseres Wochenrückblicks.</strong><strong> </strong></p>								</div>
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									<p>Unser Bericht <a href="https://www.der-oppenheim-skandal.de/pastorin-der-katharinenkirche-held-hat-grenze-ueberschritten/" target="_blank" rel="noopener">„Pastorin der Katharinenkirche: Held hat Grenze überschritten“</a> sorgte für große Aufregung in der Stadt. Die gotteslästerliche Anmaßung des Stadtbürgermeisters, der sich an Heiligabend vorm Altarraum der Kathedrale für ein Facebook-Video selbst in Szene gesetzt hatte, empörte Pastorin Manuela Rimbach-Sator und entsetzt nach wie vor die Oppenheimer.</p><p>Da konnte selbst die „Allgemeine Zeitung Landskrone“ nicht länger schweigen. Und bestätigte einmal mehr unsere Rolle als Leitmedium im Oppenheim-Skandal: <em>„Nachdem ein Online-Blogger auf seiner Internetseite über Helds Kirchen-Dreh berichtete, ist dieser derzeit Thema Nummer eins in der Stadt.“</em></p><p>Unser Bericht erschien am späten Abend des 10. Januar. Er zeigte prompt Wirkung: Gleich am nächsten Tag setzte sich Marcus Held an seinen Schreibtisch und schrieb einen Brief, wie die AZ in ihrer heutigen Ausgabe berichtet:</p><p style="padding-left: 30px;"><em>„Es tut mir leid, dass ich keine Drehgenehmigung eingeholt habe“, schreibt Held mit Datum vom 11. Januar an Dekan Michael Graebsch. „Es war mir in diesem Moment nicht bewusst, dass eine solche Notwendigkeit besteht. Deshalb möchte ich mich hierfür sehr herzlich entschuldigen.“</em></p><p>Da ist sie wieder, diese – wir dürfen es sicher so nennen – hinterfotzige Vorgehensweise des Stadtbürgermeisters: Dass er die religiöse Gefühle vieler Menschen verletzt hat, ignoriert er einfach, das scheint ihn nicht weiter zu interessieren. Dass er die Kirche und das Orgelspiel für seine Polit-Propaganda „benutzt“ hat, wie Pastorin Manuela Rimbach-Sator klagte, dazu sagt er kein Wort, dafür entschuldigt er sich nicht.</p><p>Marcus Held entschuldigt sich lediglich dafür, dass er sich seinen Videodreh nicht hat genehmigen lassen. Das wirkt wie ein subtiler Reflex auf die Äußerung der Pastorin zu Verfahrensfragen: Sie hatte gesagt, sie hätte Herrn Held – wenn er denn gefragt hätte – nie und nimmer die Erlaubnis erteilt. Held tut nun in seinem Schreiben an den Dekan so, als hätte er nur fragen müssen – und dann hätte er seine Show vorm Kirchenaltar schon abziehen dürfen. Der inhaltliche Kritikpunkt – Altarraum als Bühne – bleibt unbeantwortet und erst recht unentschuldigt.</p><p>Der Mann hat nichts kapiert. Und er wird auch noch beim Versuch, sein blasphemisches Verhalten zu erklären, der verlogenen Hochstapelei überführt. Die „Allgemeine Zeitung Landskrone“ hatte geschrieben:</p><p style="padding-left: 30px;"><em>„An Weihnachten verschicke er seit vielen Jahren immer einen bewusst unpolitischen Gruß, erklärt Held. Diesen habe er in den letzten Jahren von verschiedenen Kirchen im Wahlkreis aus versendet.“</em></p><p>Diese zwei Sätze beweisen erneut, dass man diesem Mann wirklich kein Wort glauben darf. Auf dem ersten Blick mögen Helds Reden vielleicht gut klingen; doch genaueres Hinsehen und -hören entlarven seine Worte regelmäßig als unwahr, als Lüge.</p><p>Ein Leser unserer Webseite macht darauf aufmerksam:</p><p style="padding-left: 30px;"><em>„</em><em>Ich habe mir gerade die Mühe gemacht und mir in seinem Facebook-Profil die Weihnachtsvideos der Jahre 2016, 2015 und 2014 angeschaut. <a href="https://www.youtube.com/watch?v=d_k7DAzPKAw" target="_blank" rel="nofollow noopener">2015</a> ist VOR der Kirche in Nackenheim entstanden, die beiden anderen Jahre wurde vor Weihnachtsbäumen an anderen Locations (definitiv keine Kirchen) aufgenommen.“</em></p><p>Ein anderer Leser schreibt einen Kommentar, dem man nur beipflichten kann: Wenn Held sein Bedauern ehrlich meine, dann hätte er das Video von seiner Facebookseite gelöscht und einen Text seines Bedauerns veröffentlicht: <em>„Das würde jedoch einen Rest von Anstand erfordern. Aber er erscheint mir wie ein Dieb, der die gestohlene Ware nicht zurückgeben möchte.“</em></p>								</div>
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									<p>Sieht man einmal von der Maschinerie der Held-Claqueure ab, war es die wohl peinlichste Pressemitteilung in der bisherigen Oppenheim-Affäre: Unter der Überschrift <a href="https://www.cdurlp.de/artikel/spd-affaere-held-ruf-nach-klarheit-und-konsequenzen-wird-lauter" target="_blank" rel="nofollow noopener">„Ruf nach Klarheit und Konsequenzen wird lauter“</a> lächelt uns ein Herr Patrick Schnieder an, der Generalsekretär der rheinland-pfälzischen CDU. Das Foto hat er offensichtlich in einem Passfoto-Automaten gemacht, sein Blick durch die randlose Brille wirkt seelenlos-starr, die fest geschlossenen Lippen lassen erahnen, dass er nichts, aber auch gar nichts zu sagen hat.</p><p>Und tatsächlich: Die selbst gestellte Frage „Wann klärt die SPD endlich auf?“ beantwortet dieser vorgebliche Polit-Stratege allen Ernstes wie folgt: <em>„Nichts Neues im neuen Jahr, stattdessen hüllt sich die Landes-SPD weiterhin in Schweigen. Wann wollen Ministerpräsidentin Dreyer, Landesvorsitzender Lewentz und Generalsekretär Stich endlich Stellung beziehen und ihren Beitrag zur Aufklärung der Vorwürfe leisten?“</em></p><p>Was, bittschön, soll ein normal denkender Mensch mit solch inhaltsleerem Polit-Sprech anfangen? Und da Schnieder seinen schriftlich formulierten Leersinn allen Ernstes als Pressemitteilung verbreitet: Könnte dem Mann vielleicht irgendwer mal sagen, dass kein denkender Journalist dieser Welt mit solchem Nonsens-Text auch nur ansatzweise etwas anfangen kann?!</p><p>Da kann sich ein Christian Baldauf, der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende, im Innenausschuss noch so abstrampeln und das SPD-geführte Innenministerium wegen seines beharrlichen – und für sich genommen: skandalösen – Schweigens zu den Held-Affären massiv <a href="http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/oppenheim/oppenheim/causa-held-im-innenausschuss-christian-baldauf-nimmt-landesregierung-unter-beschuss_18444852.htm" target="_blank" rel="noopener nofollow">angehen</a>: Er wird keinen Erfolg haben – zumindest nicht bei den Wählern im Lande. Denn es gibt immer mehr Menschen, viele davon übrigens erklärte Christdemokraten, die das oppositionelle Dasein der rheinland-pfälzischen CDU sehr wohl begründen können. Schnieder ist ihnen das nächstliegende Beispiel, und es überzeugt ein ums andere Mal: Wer solche inhaltsleeren Pressemitteilungen veröffentlicht, beleidigt nicht nur alle Journalisten, die sie lesen müssen. Sondern auch die Partei, in deren Namen er sie versendet.</p><p>Weshalb eine Partei, die sich solchen Generalsekretär leistet, in die Opposition verdammt gehört. Bis sie endlich erwacht – wenn sie denn erwacht!</p><p>Die kleine Oppenheimer CDU, die sich gegen die Übermacht der SPD abstrampelt, kann einem angesichts einer solchen „Unterstützung“ durch die Landes-CDU nur leid tun.</p>								</div>
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									<p> </p><h5 style="text-align: center;"><strong>Wenn Sie mehr lesen wollen:</strong></h5><h5 style="text-align: center;"><strong><a href="https://www.der-oppenheim-skandal.de/mit-wasser-brot-und-montags-demo-oppenheim-erhebt-sich/" target="_blank" rel="noopener">Folge 1 der Wochenrückschau</a></strong></h5><h5 style="text-align: center;"><strong><a href="https://www.der-oppenheim-skandal.de/ueberraschung-penzer-behoerde-will-vorschriften-beachten/" target="_blank" rel="noopener">Folge 3 der Wochenrückschau</a></strong></h5>								</div>
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		<title>Pastorin der Katharinenkirche: Held hat Grenze überschritten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jan 2018 22:40:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fall Marcus Held]]></category>
		<category><![CDATA[Oppenheim-Skandal]]></category>
		<category><![CDATA[Manuela Rimbach-Sator]]></category>
		<category><![CDATA[Marcus Held]]></category>
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					<description><![CDATA[Es war einer der bizarrsten Auftritte des Oppenheimer Stadtbürgermeisters seit langem: Am Tag vor Weihnachten drehte Marcus Held in der Katharinenkirche ein Video von sich selbst und veröffentlichte es im Internet. Jetzt steht fest: Die Kirchengemeinde hat davon nichts gewusst. Die Pastorin spricht von einer Grenzüberschreitung, sogar von Übergriffigkeit. Der Dekan hat Held angeschrieben. Der Kirchenvorstand will reagieren. Es war an Heiligabend, am frühen Nachmittag, ein Familiengottesdienst sollte bald in Oppenheims großer Kathedrale beginnen. Da wurde Marcus Held gesehen, wie er in Begleitung seiner Ehefrau das noch menschenleere Gotteshaus betrat. Suchte das Ehepaar am Ende der aufregenden Vorweihnachtszeit ein paar Minuten der geistigen Ruhe? Verlangte es den umtriebigen SPD-Politiker am Vortag des Weihnachtsfestes nach einer Gelegenheit zu inneren Einkehr? Nein. Marcus Held ging schnurstracks in Richtung Altarraum, stellte sich vor das Taufbecken, befestigte ein Mikrofon an den linken Kragen seines Jacketts – und dann begann er, während im Hintergrund auf der erleuchteten Empore eine Organistin feierliche Musik intonierte, eine Rede zu halten. Seine Kamera zeichnete alles auf: Er wolle „Danke sagen für die Begleitung in diesem Jahr“, sagte der Stadtbürgermeister, es sei kein einfaches gewesen, „auch für mich persönlich kein ganz leichtes“, weshalb umso wichtiger sei, dass man jetzt zusammenstehe „und gerade an Weihnachten die Solidarität und den Zusammenhalt in den Mittelpunkt stellt“&#8230; usw. usf. Bildsequenz aus dem Kirchen-Video von Marcus Held. Im Hintergrund, auf der erleuchteten Empore, übte die Organistin. Sie war ahnungslos. Wenig später, exakt um 14.43 Uhr, veröffentlichte Held das Video im Internet auf seiner Facebook-Seite. Er löste damit blankes Entsetzen aus: Dass der umstrittene SPD-Mann das Gotteshaus zu seiner eigenen Selbstdarstellung missbraucht hatte, empörte viele Oppenheimer. Öffentlich äußern sie seither ihr Unverständnis darüber, dass die Kirchengemeinde es zugelassen habe, dass ein Stadtbürgermeister, gegen den seit Monaten die Staatsanwaltschaft ermittelt, jetzt auch noch „ihre Kathedrale“ instrumentalisieren könne – für seine Polit-Propaganda, auch wenn er sie diesmal in salbungsvolle Worte verpackt hatte In Kommentaren im Internet – auch auf dieser Webseite – spiegelt sich tiefe Verärgerung, ja auch Abscheu wider. Einer schrieb: „Helds neuestes Facebook-Video macht beinahe sprachlos, ob seiner impertinenten Dreistigkeit, seine politischen ,Botschaften’ nunmehr pseudochristlich zu verpacken. Sogar aus der Katharinenkirche zu Oppenheim zu senden!“  Ein anderer schrieb: „Der ,Gott Held’ kennt weder Demut, Bescheidenheit oder gar Einsicht.“  Ein dritter: „Einfach nur erschreckend, dass dieser Selbstdarsteller noch nicht einmal vor der Kirche halt macht!“ Und noch ein Kommentar: „Ich frage mich, was die Kirchenoberen zu diesem ,Kirchenasyl’ sagen. Was sagt der Kirchenvorstand zu diesem Missbrauch, was die Pfarrerin?“ Tatsächlich war genau das der Verdacht: Dass Marcus Held – natürlich! – auch die Kirchengemeinde im Griff habe, und dass die ihm eine Dreh-Erlaubnis erteilt habe. Denn, so das allgemeingültige Empfinden und Taktgefühl, kein Politiker geht heimlich in ein Gotteshaus und zeichnet dort ohne eine Erlaubnis eine Rede auf, auch noch ganz vorne, am Altarraum. Die Kirchenleitung müsse, so glaubten viele Oppenheimer, dem wohl zugestimmt haben&#8230; Wir haben mit Manuela Rimbach-Sator, Pfarrerin an St. Katharinen, darüber gesprochen. Wir wollten von ihr wissen, ob – und wenn ja: warum – sie diese provokant-politische Selbst-Inszenierung an einem Ort des Glaubens und des Gebets gestattet habe. Wir erlebten eine Frau, die von dem Oppenheimer Stadtbürgermeister regelrecht entsetzt ist. Die sogar sagt, sie fühle sich durch das Verhalten von Marcus Held brüskiert und beleidigt, „weil er die Kirche benutzt hat, weil er damit übergriffig geworden ist, auch weil jetzt viele Leute glauben, ich hätte das zugelassen, weil ich sein Parteigänger sei“. Held habe, sagt die Pastorin, widerrechtlich die offen stehenden Kirchentüren für einen nicht genehmigten privaten Videodreh genutzt. Auch die Organistin habe nicht gewusst, dass ihr Spielen als Hintergrundmusik für den Facebook-Beitrag eines Parteipolitikers aufgenommen worden sei: Die Musikerin habe sich doch nur einspielen wollen für die anstehenden Weihnachtsgottesdienste. Dass Held eine Grenze überschritten habe, dass er mit seinem Videodreh – auch juristisch – das Hausrecht des Kirchenvorstands verletzt habe, das sei übrigens nicht allein ihre persönliche Meinung: „Wenn Herr Held gefragt hätte, hätte der Kirchenvorstand einem solchen Film die Zustimmung verweigert.“ Sie habe den Stadtbürgermeister unlängst getroffen und ihn angesprochen, sagt Frau Rimbach-Sator weiter. Sie habe ihm gesagt, dass es nicht korrekt gewesen sei, dass er die Oppenheimer Kathedrale auf diese Weise „benutzt“ habe. Die Pfarrerin sagt jetzt, in unserem Gespräch, mehrmals das Wort „benutzt“, sie betont es in einer Weise, dass der tiefere Sinn nicht zu überhören ist: Held drehte sein Video nur deshalb in der Oppenheimer Kathedrale, weil er sich selbst davon Vorteile versprach. Das ist Egoismus auf Kosten einer Religionsgemeinschaft: Die Kirche muss als Bühnenraum herhalten, die Gläubigkeit von Menschen wird für Verfolgung von ganz eigennützigen Interessen ausgeschlachtet. „Was mich noch mehr betroffen gemacht hat“, sagt Frau Rimbach-Sator auch, „das ist, dass sich Herr Held völlig uneinsichtig zeigte“. Er habe ihr geantwortet, dass er die Kritik an seinem Video in keiner Weise nachvollziehen könne: Er sei ja schließlich Mitglied der Gemeinde. Und dann habe er auch noch gesagt: Wenn er gewusst hätte, dass er das Video in der Katharinenkirche nicht hätte machen dürfen, wäre er eben in eine andere Kirche gegangen. Als Jurist müsse der Mann doch wissen, sagt Frau Rimbach-Sator, dass es auch einem Bundestagsabgeordneten nicht erlaubt sei, das Hausrecht der Kirche einfach zu missachten. Doch der Mann sei wohl unbelehrbar: Er habe ihr dann auch noch gesagt, wenn der Kirchenvorstand seine Kritik an dem Videodreh öffentlich äußere, dann sei das nicht mehr seine Kirche. Auf diesem Grund habe man sich bei der Rechtsabteilung der Landeskirche beraten lassen, und die hätte noch einmal bestätigt: Das Hausrecht liege allein beim Kirchenvorstand, Videoaufnahmen ohne Genehmigungen seien grundsätzlich nicht zulässig. Der Dekan habe Herrn Held jetzt einen persönlichen Brief geschrieben, sagt die Pastorin, zum Inhalt wolle sie nichts sagen. Im Aushang und im Internet wolle die Kirchengemeinde jetzt darauf hinweisen, dass Fotografieren und Filmen in dem Gotteshaus ohne Genehmigung nicht zulässig sei. Man werde das ganz allgemein formulieren, sagt die Pastorin, ohne Bezug auf einen konkreten Fall zu nehmen.]]></description>
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									<p><strong>Es war einer der bizarrsten Auftritte des Oppenheimer Stadtbürgermeisters seit langem: Am Tag vor Weihnachten drehte Marcus Held in der Katharinenkirche ein Video von sich selbst und veröffentlichte es im Internet. Jetzt steht fest: Die Kirchengemeinde hat davon nichts gewusst. Die Pastorin spricht von einer Grenzüberschreitung, sogar von Übergriffigkeit. Der Dekan hat Held angeschrieben. Der Kirchenvorstand will reagieren.</strong></p><p>Es war an Heiligabend, am frühen Nachmittag, ein Familiengottesdienst sollte bald in Oppenheims großer Kathedrale beginnen. Da wurde Marcus Held gesehen, wie er in Begleitung seiner Ehefrau das noch menschenleere Gotteshaus betrat.</p><p>Suchte das Ehepaar am Ende der aufregenden Vorweihnachtszeit ein paar Minuten der geistigen Ruhe? Verlangte es den umtriebigen SPD-Politiker am Vortag des Weihnachtsfestes nach einer Gelegenheit zu inneren Einkehr?</p><p>Nein. Marcus Held ging schnurstracks in Richtung Altarraum, stellte sich vor das Taufbecken, befestigte ein Mikrofon an den linken Kragen seines Jacketts – und dann begann er, während im Hintergrund auf der erleuchteten Empore eine Organistin feierliche Musik intonierte, eine Rede zu halten. Seine Kamera zeichnete alles auf: Er wolle „Danke sagen für die Begleitung in diesem Jahr“, sagte der Stadtbürgermeister, es sei kein einfaches gewesen, „auch für mich persönlich kein ganz leichtes“, weshalb umso wichtiger sei, dass man jetzt zusammenstehe „und gerade an Weihnachten die Solidarität und den Zusammenhalt in den Mittelpunkt stellt“&#8230; usw. usf.</p>								</div>
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											<figcaption class="widget-image-caption wp-caption-text">Bildsequenz aus dem Kirchen-Video von Marcus Held. Im Hintergrund, auf der erleuchteten Empore, übte die Organistin. Sie war ahnungslos.</figcaption>
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									<p>Wenig später, exakt um 14.43 Uhr, veröffentlichte Held das Video im Internet auf seiner Facebook-Seite. Er löste damit blankes Entsetzen aus: Dass der umstrittene SPD-Mann das Gotteshaus zu seiner eigenen Selbstdarstellung missbraucht hatte, empörte viele Oppenheimer. Öffentlich äußern sie seither ihr Unverständnis darüber, dass die Kirchengemeinde es zugelassen habe, dass ein Stadtbürgermeister, gegen den seit Monaten die Staatsanwaltschaft ermittelt, jetzt auch noch „ihre Kathedrale“ instrumentalisieren könne – für seine Polit-Propaganda, auch wenn er sie diesmal in salbungsvolle Worte verpackt hatte</p><p>In Kommentaren im Internet – auch auf dieser Webseite – spiegelt sich tiefe Verärgerung, ja auch Abscheu wider. Einer schrieb: „<em>Helds neuestes Facebook-Video macht beinahe sprachlos, ob seiner impertinenten Dreistigkeit, seine politischen ,Botschaften’ nunmehr pseudochristlich zu verpacken. Sogar aus der Katharinenkirche zu Oppenheim zu senden!“ </em></p><p>Ein anderer schrieb: <em>„Der ,Gott Held’ kennt weder Demut, Bescheidenheit oder gar Einsicht.“ </em></p><p>Ein dritter: <em>„Einfach nur erschreckend, dass dieser Selbstdarsteller noch nicht einmal vor der Kirche halt macht!“</em></p><p>Und noch ein Kommentar: <em>„I</em><em>ch frage mich, was die Kirchenoberen zu diesem ,Kirchenasyl’ sagen. Was sagt der Kirchenvorstand zu diesem Missbrauch, was die Pfarrerin?“</em></p><p>Tatsächlich war genau <em>das</em> der Verdacht: Dass Marcus Held – natürlich! – auch die Kirchengemeinde im Griff habe, und dass die ihm eine Dreh-Erlaubnis erteilt habe. Denn, so das allgemeingültige Empfinden und Taktgefühl, kein Politiker geht heimlich in ein Gotteshaus und zeichnet dort ohne eine Erlaubnis eine Rede auf, auch noch ganz vorne, am Altarraum. Die Kirchenleitung müsse, so glaubten viele Oppenheimer, dem wohl zugestimmt haben&#8230;</p><p>Wir haben mit Manuela Rimbach-Sator, Pfarrerin an <a href="http://www.katharinen-kirche.de/" target="_blank" rel="nofollow noopener">St. Katharinen</a>, darüber gesprochen. Wir wollten von ihr wissen, ob – und wenn ja: warum – sie diese provokant-politische Selbst-Inszenierung an einem Ort des Glaubens und des Gebets gestattet habe.</p><p>Wir erlebten eine Frau, die von dem Oppenheimer Stadtbürgermeister regelrecht entsetzt ist. Die sogar sagt, sie fühle sich durch das Verhalten von Marcus Held brüskiert und beleidigt, „weil er die Kirche <em>benutzt</em> hat, weil er damit übergriffig geworden ist, auch weil jetzt viele Leute glauben, ich hätte das zugelassen, weil ich sein Parteigänger sei“.</p><p>Held habe, sagt die Pastorin, widerrechtlich die offen stehenden Kirchentüren für einen nicht genehmigten privaten Videodreh genutzt. Auch die Organistin habe nicht gewusst, dass ihr Spielen als Hintergrundmusik für den Facebook-Beitrag eines Parteipolitikers aufgenommen worden sei: Die Musikerin habe sich doch nur einspielen wollen für die anstehenden Weihnachtsgottesdienste.</p><p>Dass Held eine Grenze überschritten habe, dass er mit seinem Videodreh – auch juristisch – das Hausrecht des Kirchenvorstands verletzt habe, das sei übrigens nicht allein ihre persönliche Meinung: „Wenn Herr Held gefragt hätte, hätte der Kirchenvorstand einem solchen Film die Zustimmung verweigert.“</p><p>Sie habe den Stadtbürgermeister unlängst getroffen und ihn angesprochen, sagt Frau Rimbach-Sator weiter. Sie habe ihm gesagt, dass es nicht korrekt gewesen sei, dass er die Oppenheimer Kathedrale auf diese Weise „<em>benutzt</em>“ habe.</p><p>Die Pfarrerin sagt jetzt, in unserem Gespräch, mehrmals das Wort „<em>benutzt</em>“, sie betont es in einer Weise, dass der tiefere Sinn nicht zu überhören ist: Held drehte sein Video nur deshalb in der Oppenheimer Kathedrale, weil er sich selbst davon Vorteile versprach. Das ist Egoismus auf Kosten einer Religionsgemeinschaft: Die Kirche muss als Bühnenraum herhalten, die Gläubigkeit von Menschen wird für Verfolgung von ganz eigennützigen Interessen ausgeschlachtet.</p><p>„Was mich noch mehr betroffen gemacht hat“, sagt Frau Rimbach-Sator auch, „das ist, dass sich Herr Held völlig uneinsichtig zeigte“. Er habe ihr geantwortet, dass er die Kritik an seinem Video in keiner Weise nachvollziehen könne: Er sei ja schließlich Mitglied der Gemeinde. Und dann habe er auch noch gesagt: Wenn er gewusst hätte, dass er das Video in der Katharinenkirche nicht hätte machen dürfen, wäre er eben in eine andere Kirche gegangen.</p><p>Als Jurist müsse der Mann doch wissen, sagt Frau Rimbach-Sator, dass es auch einem Bundestagsabgeordneten nicht erlaubt sei, das Hausrecht der Kirche einfach zu missachten. Doch der Mann sei wohl unbelehrbar: Er habe ihr dann auch noch gesagt, wenn der Kirchenvorstand seine Kritik an dem Videodreh öffentlich äußere, dann sei das nicht mehr seine Kirche.</p><p>Auf diesem Grund habe man sich bei der Rechtsabteilung der Landeskirche beraten lassen, und die hätte noch einmal bestätigt: Das Hausrecht liege allein beim Kirchenvorstand, Videoaufnahmen ohne Genehmigungen seien grundsätzlich nicht zulässig.</p><p>Der Dekan habe Herrn Held jetzt einen persönlichen Brief geschrieben, sagt die Pastorin, zum Inhalt wolle sie nichts sagen. Im Aushang und im Internet wolle die Kirchengemeinde jetzt darauf hinweisen, dass Fotografieren und Filmen in dem Gotteshaus ohne Genehmigung nicht zulässig sei. Man werde das ganz allgemein formulieren, sagt die Pastorin, ohne Bezug auf einen konkreten Fall zu nehmen.</p>								</div>
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