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	<title>InMedia &#8211; DER OPPENHEIM-SKANDAL</title>
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	<description>Der Fall Marcus Held. Dokumentation eines Polit-Thrillers.</description>
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	<title>InMedia &#8211; DER OPPENHEIM-SKANDAL</title>
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		<title>Wenn der Marcus dem Markus ganz viel Geld überweist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Sep 2017 19:49:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Oppenheim-Skandal]]></category>
		<category><![CDATA[Fall Marcus Held]]></category>
		<category><![CDATA[InMedia]]></category>
		<category><![CDATA[Marcus Held]]></category>
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		<category><![CDATA[Oppenheim bewegt]]></category>
		<category><![CDATA[Schlemmerwanderung]]></category>
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					<description><![CDATA[An diesem Sonntag, 1. Oktober, ist wieder Schlemmerwanderung in Oppenheim. Ein Trink- und Fress-Vergnügen, von dem wir lange Zeit glaubten, es sei ein gutes Werk der Stadt Oppenheim. Oder aber zumindest eine Festivität des leider recht undurchsichtigen Vereins „Oppenheim bewegt“, der in den Jahren unter Führung von Markus Appelmann ansonsten nur viel Geld bewegt hätte. Zeitweilig war man auch geneigt zu glauben, die SPD stünde hinter alledem. Nicht nur, weil das Partei-Logo am Wegesrand wie am Ziel der Wanderung übermäßig zur Schau gestellt wurde. Letztens wurde Markus Appelmann dabei beobachtet, wie er Paletten mit Weingläser-Kartons in der örtlichen SPD-Parteizentrale vis-à-vis vom Rathaus abgab. Dort standen die Kisten dann tagelang im Büro, meterhoch gestapelt, sie verdeckten sogar das großformatige Wandbild des  Oppenheimer SPD-Stadtbürgermeisters Marcus Held. Inzwischen hat sich allerdings herausgestellt, dass es sich bei der Schlemmerwanderung um ein „Event-Highlight“ der Werbeagentur InMedia handelt, deren Chef ebenfalls besagter Markus Appelmann ist. Und der mit seiner Agentur InMedia von SPD-Stadtbürgermeister Marcus Held regelmäßig mit städtischen Aufträgen gepampert wird: Handzettel, Plakate, Internetseiten – was so anfällt an Werbung in einer Kleinstadt mit 7500 Einwohnern, das alles und wohl noch viel mehr kriegt alles nur einer: der Appelmann. Leser-Foto: Das Auto von InMedia-Chef Markus Appelmann vor dem Oppenheimer SPD-Büro. Hier waren gerade die Kartons mit den Weingläsern für die Schlemmerwanderung angeliefert worden. Was bisher nicht bekannt war: in welchem Ausmaß Appelmann bzw. seine Agentur InMedia städtische Aufträge von Marcus Held zugeschanzt bekommt. Jetzt aber wissen wir es genau: Uns liegen zehn eng bedruckte Seiten aus der Verwaltung der Verbandsgemeinde vor, die beweisen: Appelmann/InMedia kassiert seit Jahren monatlich sehr, sehr  viel Geld aus der Stadtkasse ­– manchmal sind&#8217;s nur einige hundert Euro, oftmals vierstellige Summen zwischen 2500 und 5000 Euro, bisweilen auch größere Beträge, bis zu 10.000 Euro (für nur eine Rechnung). Webseiten, Werbung für Festspiele, Werbung für die Stadt, Werbung fürs Hallenbad Opptimare (das doch eigentlich der Verbandgemeinde gehört): Das alles macht der Markus. Für den Marcus. Und Marcus zahlt. Immerfort. An den Markus. Die vorliegenden Listen weisen aus, dass InMedia in den letzten fünf Jahren rund 300.000 Euro aus der Stadtkasse bekommen hat. Das ist für eine Kleinstadt wie Oppenheim ein unvorstellbar großer Betrag! Und der, auch das ist sicher bemerkenswert, an nur eine Werbeagentur floß (und weiter fließt)! Auffällig ist bei Durchsicht der Listen, dass vor allem sehr viel Geld aus der Stadtkasse an die Werbeagentur überwiesen wurde, als wichtige Wahlen anstanden. Zum Beispiel 2012/13: Da kämpfte Marcus Held um seinen Einzug in den Deutschen Bundestag. Und die Werbefirma von Markus Appelmann kassierte allein in einem Jahr sagenhafte 76.000 Euro! Wir reden von Steuergeldern aus der Stadtkasse, wohlgemerkt! Welche Leistungen hat InMedia für das viele Geld eigentlich erbracht? Das wollten wir von Markus Appelmann wissen. Und fragten ihn auch: Regelmäßig stellten Sie der Stadt Beträge über 2500 Euro in Rechnung. War das eine Art Dauerauftrag bzw. welche Leistungen wurden damit abgerechnet? Und dann wollten wir noch wissen: Lässt sich ein Erfolg Ihrer Aktivitäten für die Stadt eigentlich in irgendeiner Weise gegenrechnen/darstellen? Blick ins SPD-Büro: Hier stapeln sich die Kartons mit den Weingläsern. Für jeden Werbe-Fachmann, der sein Geschäft beherrscht, ist das eine ganz normale und naheliegende Frage, die er aus dem Stegreif beantworten können muss. Markus Appelmann aber will darüber nicht reden. Ungewöhnlich kurz angebunden teilte er mit: „Ich bitte Sie zu akzeptieren, dass wir nichts über unsere Kunden, das Geschäftsverhältnis und Umsätze preisgeben.“ Wir haben Markus Appelmann daraufhin noch einmal angeschrieben. Wir haben geschrieben, dass wir grundsätzlich vollstes Verständnis dafür hätten, wenn er über seine Geschäfte mit Privatkunden nicht reden wolle. Nur gehe es hier nicht um Privatkunden, sondern um die öffentliche Hand. &#8222;Wir reden von Steuergeldern, die in großem Stil Ihrer Firma zufließen. Da sollte Transparenz herrschen, und da sollten Sie ruhig Auskunft geben. 300.000 in fünf Jahren müssen ja irgendwo geblieben sein. Nur wo?&#8220; So haben wir gefragt. Und Markus Appelmann, der sonst so gerne plaudert, war plötzlich ganz still. Und hat nicht mehr geantwortet.]]></description>
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									<p>An diesem Sonntag, 1. Oktober, ist wieder Schlemmerwanderung in Oppenheim. Ein Trink- und Fress-Vergnügen, von dem wir lange Zeit glaubten, es sei ein gutes Werk der Stadt Oppenheim. Oder aber zumindest eine Festivität des leider recht undurchsichtigen Vereins <a href="https://www.der-oppenheim-skandal.de/oppenheim-bewegt-vor-allem-viel-geld/" target="_blank" rel="noopener">„Oppenheim bewegt“</a>, der in den Jahren unter Führung von Markus Appelmann ansonsten nur viel Geld bewegt hätte.</p><p>Zeitweilig war man auch geneigt zu glauben, die SPD stünde hinter alledem. Nicht nur, weil das Partei-Logo am Wegesrand wie am Ziel der Wanderung übermäßig zur Schau gestellt wurde. Letztens wurde Markus Appelmann dabei beobachtet, wie er Paletten mit Weingläser-Kartons in der örtlichen SPD-Parteizentrale vis-à-vis vom Rathaus abgab. Dort standen die Kisten dann tagelang im Büro, meterhoch gestapelt, sie verdeckten sogar das großformatige Wandbild des  Oppenheimer SPD-Stadtbürgermeisters Marcus Held.</p><p>Inzwischen hat sich allerdings herausgestellt, dass es sich bei der Schlemmerwanderung um ein „Event-Highlight“ der Werbeagentur InMedia handelt, deren Chef ebenfalls besagter Markus Appelmann ist. Und der mit seiner Agentur InMedia von SPD-Stadtbürgermeister Marcus Held regelmäßig mit städtischen Aufträgen gepampert wird: Handzettel, Plakate, Internetseiten – was so anfällt an Werbung in einer Kleinstadt mit 7500 Einwohnern, das alles und wohl noch viel mehr kriegt alles nur einer: der Appelmann.</p>								</div>
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									<p>Was bisher nicht bekannt war: in welchem Ausmaß Appelmann bzw. seine Agentur InMedia städtische Aufträge von Marcus Held zugeschanzt bekommt. Jetzt aber wissen wir es genau:</p><p>Uns liegen zehn eng bedruckte Seiten aus der Verwaltung der Verbandsgemeinde vor, die beweisen: Appelmann/InMedia kassiert seit Jahren monatlich sehr, sehr  viel Geld aus der Stadtkasse ­– manchmal sind&#8217;s nur einige hundert Euro, oftmals vierstellige Summen zwischen 2500 und 5000 Euro, bisweilen auch größere Beträge, bis zu 10.000 Euro (für nur eine Rechnung). Webseiten, Werbung für Festspiele, Werbung für die Stadt, Werbung fürs Hallenbad Opptimare (das doch eigentlich der Verbandgemeinde gehört): Das alles macht der Markus. Für den Marcus.</p><p>Und Marcus zahlt. Immerfort. An den Markus.</p><p>Die vorliegenden Listen weisen aus, dass InMedia in den letzten fünf Jahren rund 300.000 Euro aus der Stadtkasse bekommen hat. Das ist für eine Kleinstadt wie Oppenheim ein unvorstellbar großer Betrag! Und der, auch das ist sicher bemerkenswert, an nur eine Werbeagentur floß (und weiter fließt)!</p><p>Auffällig ist bei Durchsicht der Listen, dass vor allem sehr viel Geld aus der Stadtkasse an die Werbeagentur überwiesen wurde, als wichtige Wahlen anstanden. Zum Beispiel 2012/13: Da kämpfte Marcus Held um seinen Einzug in den Deutschen Bundestag. Und die Werbefirma von Markus Appelmann kassierte allein in einem Jahr sagenhafte 76.000 Euro! Wir reden von Steuergeldern aus der Stadtkasse, wohlgemerkt!</p><p>Welche Leistungen hat InMedia für das viele Geld eigentlich erbracht? Das wollten wir von Markus Appelmann wissen. Und fragten ihn auch: Regelmäßig stellten Sie der Stadt Beträge über 2500 Euro in Rechnung. War das eine Art Dauerauftrag bzw. welche Leistungen wurden damit abgerechnet?</p><p>Und dann wollten wir noch wissen: Lässt sich ein Erfolg Ihrer Aktivitäten für die Stadt eigentlich in irgendeiner Weise gegenrechnen/darstellen?</p>								</div>
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		<title>Wem gehören eigentlich die Oppenheimer Festspiele?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Sep 2017 16:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fall Marcus Held]]></category>
		<category><![CDATA[Oppenheim-Skandal]]></category>
		<category><![CDATA[Christan Meeß-Bodderas]]></category>
		<category><![CDATA[Festspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Förderverein der Festspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Hansjürgen Bodderas]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Durchdringung des Oppenheimer Gemeinwesens von der Held-Clique ist schier allumfassend. Am Ende ist dann oftmals nicht mehr auszumachen, wer agiert: Die Stadt? Ein Verein? Ein Amtsträger? Eine Privatperson? Ein Unternehmer? Es sind immer wieder dieselben Personen, die in Erscheinung treten, dabei nehmen sie immer wieder verschiedene Rollen ein mit immer wieder unterschiedlicher Zuständigkeit. Eine klare Verantwortlichkeit wird auf diese Weise nicht erkennbar. Der Fluss des Geldes übrigens auch nicht. So ist es bei „Oppenheim bewegt“. Ein weiteres Beispiel sind die Oppenheimer Festspiele: Leiter ist Hansjürgen Bodderas – wir kennen den Mann inzwischen hinlänglich: Er ist 1. Beigeordneter der Stadt, somit der direkte Stellvertreter von Stadtbürgermeister Marcus Held, der wiederum Aufsichtsratschef der Oppenheim Tourismus GmbH ist, wo Bodderas inzwischen als hoch dotierter Geschäftsführer Anstellung fand (70.000 Euro/Jahr). Das Oppenheimer Netzwerk: Die führenden Köpfe sind allesamt eng miteinander und ineinander verwoben. Sind die Festspiele nun eine städtische Institution? Eigentlich müsste man das so sagen können. Und in der Zeitung lesen wir auch: Stadt Oppenheim stellt Programm für Festspiele vor. Aber warum wird dann auf der Webseite der Festspiele&#160;die Stadt Oppenheim nur als Partner genannt, neben der „Allgemeinen Zeitung“, Fraport, Sparkasse und anderen (wozu auch der Verein „Oppenheim bewegt“ zählt). Eine Antwort finden wir auf der Festspiele-Webseite: Laut Impressum&#160;ist die Stadt ja gar nicht verantwortlich! Sondern die Oppenheim Tourismus GmbH, also die mehrheitlich private Gesellschaft unter Leitung ihres Gesellschafter-Geschäftsführers Hansjürgen Bodderas. Auf der Kontakt-Seite wird dann allerdings wieder eine Mailadresse der Stadt angegeben. Dank vieler Sponsoren und regelmäßiger Zuwendungen aus öffentlichen Kassen – Steuergelder! – fließt den Festspielen jedes Jahr viel Geld zu. Wer rechnet das eigentlich wo ab? Bei der Tourismus GmbH landet es jedenfalls nicht, also: angeblich nicht&#8230; Neben diesen Festspielen mit ihrer nicht klar erkennbaren Zugehörigkeit gibt es seit vielen Jahren einen „Förderverein der Festspiele Oppenheim e.V.“ So heißt ein Zusammenschluss von am Theater interessierten Menschen, sie gründeten einen eingetragenen Verein, der seine Aufgabe im Internet unter der Adresse www.wir-lieben-theater.de so beschreibt: Wir haben uns unter Anderem zur Aufgabe gemacht, den Besuch der Festspiele für die Gäste so angenehm wie möglich zu gestalten. Sei dies nun durch die Hilfe bei der Vorbereitung der Spielstätten, sei es durch die Bewirtung der Gäste oder sei es nur dadurch, die Besucher mit einem freundlichen Lächeln zu begrüßen, der FVdFO möchte zu einem positiven Gelingen der Veranstaltungen beitragen. Vorsitzender des Vereins war bis Ende letzten Jahres Christan Meeß-Bodderas: Er ist der Lebenspartner von Hans-Jürgen Bodderas. Indirekt wirkt der Mann bei den Festspielen seines Lebenspartners nach wie vor mit: Ihm gehört die Domain www.festspiele-oppenheim.de, er wird also bei der Registrierungsstelle für Internetdomains als Vertragspartner geführt, er hat damit das alleinige Nutzungsrecht für die Domain.&#160;Man kann es durchaus als ungewöhnlich bezeichnen, dass eine Kommune sich mit einer derart wichtigen Domain in die Abhängigkeit einer Privatperson begibt. Die Gestaltung der Webseite der Oppenheim-Festspiele hat wer gemacht? Genau: InMedia, die Werbeagentur von Markus Appelmann. Wir kennen den Mann ebenfalls, er bekommt regelmäßig Jobs: Mal vom Stadtbürgermeister. Mal vom SPD-Chef. Mal vom Chef der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft GWG. Oder vom Chef der HGO. Oder auch vom Beauftragten der Verbandsgemeinde fürs Schwimmbad. Macht für Appelmann keinen Unterschied, ist schließlich immer der gleiche Auftraggeber: Marcus Held. Appelmann führte viele Jahre lang die Geschäfte des Vereins „Oppenheim bewegt“, hat den Posten des Vorsitzenden – nach eigener Aussage – Ende letzten Jahres niedergelegt. Unter dem Mantel des ehrenamtlichen Engagements organisiert er mit &#8222;Oppenheim bewegt&#8220; die Schlemmerwanderungen. Darüber hinaus&#160; zeichnet Appelmann/InMedia auch fürs „Rheinradeln“ zuständig, dieses große lukrative Event, das irgendwie kommunal sein soll und doch wohl eher ein geschäftliches Unternehmen ist, dem ebenfalls viele Spenden und Zuschüsse – auch hier: Steuergelder! – zufließen, ohne dass je offen erkennbar gemacht worden wäre, wer wirklich kassiert und wo all das viele Geld verbleibt. Aber „Rheinradeln“ ist nun wirklich ein anderes Thema&#8230;]]></description>
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									<p>Die Durchdringung des Oppenheimer Gemeinwesens von der Held-Clique ist schier allumfassend. Am Ende ist dann oftmals nicht mehr auszumachen, wer agiert: Die Stadt? Ein Verein? Ein Amtsträger? Eine Privatperson? Ein Unternehmer?</p>
<p>Es sind immer wieder dieselben Personen, die in Erscheinung treten, dabei nehmen sie immer wieder verschiedene Rollen ein mit immer wieder unterschiedlicher Zuständigkeit. Eine klare Verantwortlichkeit wird auf diese Weise nicht erkennbar. Der Fluss des Geldes übrigens auch nicht.</p>
<p>So ist es bei „<a href="https://www.der-oppenheim-skandal.de/oppenheim-bewegt-vor-allem-viel-geld/" target="_blank" rel="noopener">Oppenheim bewegt</a>“. Ein weiteres Beispiel sind die Oppenheimer Festspiele:</p>
<p>Leiter ist Hansjürgen Bodderas – wir kennen den Mann inzwischen hinlänglich: Er ist 1. Beigeordneter der Stadt, somit der direkte Stellvertreter von Stadtbürgermeister Marcus Held, der wiederum Aufsichtsratschef der <a href="https://www.der-oppenheim-skandal.de/2727-2/" target="_blank" rel="noopener">Oppenheim Tourismus GmbH</a> ist, wo Bodderas inzwischen als hoch dotierter Geschäftsführer Anstellung fand (70.000 Euro/Jahr).</p>
<p>Das Oppenheimer Netzwerk: Die führenden Köpfe sind allesamt eng miteinander und ineinander verwoben. Sind die Festspiele nun eine städtische Institution? Eigentlich müsste man das so sagen können. Und in der Zeitung lesen wir auch: <a href="http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/oppenheim/oppenheim/stadt-oppenheim-stellt-programm-fuer-die-festspiele-2017-vor_17832872.htm" target="_blank" rel="noopener nofollow">Stadt Oppenheim stellt Programm für Festspiele vor</a>.</p>
<p>Aber warum wird dann auf der <a href="http://www.festspiele-oppenheim.mein-ticketshop.de/2015/" target="_blank" rel="noopener nofollow">Webseite der Festspiele</a>&nbsp;die Stadt Oppenheim nur als <a href="http://festspiele-oppenheim.mein-ticketshop.de/2015/Partner:_:16.html" target="_blank" rel="noopener nofollow">Partner</a> genannt, neben der „Allgemeinen Zeitung“, Fraport, Sparkasse und anderen (wozu auch der Verein „Oppenheim bewegt“ zählt).</p>
<p>Eine Antwort finden wir auf der Festspiele-Webseite: Laut <a href="http://festspiele-oppenheim.mein-ticketshop.de/2015/Impressum:_:4.html" target="_blank" rel="noopener nofollow">Impressum</a>&nbsp;ist die Stadt ja gar nicht verantwortlich! Sondern die Oppenheim Tourismus GmbH, also die mehrheitlich private Gesellschaft unter Leitung ihres Gesellschafter-Geschäftsführers Hansjürgen Bodderas.</p>
<p>Auf der <a href="http://festspiele-oppenheim.mein-ticketshop.de/2015/Kontakt:_:7.html" target="_blank" rel="noopener nofollow">Kontakt-Seite</a> wird dann allerdings wieder eine Mailadresse der Stadt angegeben.</p>
<p>Dank vieler Sponsoren und regelmäßiger Zuwendungen aus öffentlichen Kassen – Steuergelder! – fließt den Festspielen jedes Jahr viel Geld zu. Wer rechnet das eigentlich wo ab? Bei der Tourismus GmbH landet es jedenfalls nicht, also: angeblich nicht&#8230;</p>
<p>Neben diesen Festspielen mit ihrer nicht klar erkennbaren Zugehörigkeit gibt es seit vielen Jahren einen „Förderverein der Festspiele Oppenheim e.V.“ So heißt ein Zusammenschluss von am Theater interessierten Menschen, sie gründeten einen eingetragenen Verein, der seine Aufgabe im Internet unter der Adresse <a href="http://www.wir-lieben-theater.de/index.php" target="_blank" rel="noopener nofollow">www.wir-lieben-theater.de </a>so beschreibt:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Wir haben uns unter Anderem zur Aufgabe gemacht, den Besuch der Festspiele für die Gäste so angenehm wie möglich zu gestalten. Sei dies nun durch die Hilfe bei der Vorbereitung der Spielstätten, sei es durch die Bewirtung der Gäste oder sei es nur dadurch, die Besucher mit einem freundlichen Lächeln zu begrüßen, der FVdFO möchte zu einem positiven Gelingen der Veranstaltungen beitragen.</em></p>
<p>Vorsitzender des Vereins war bis Ende letzten Jahres Christan Meeß-Bodderas: Er ist der Lebenspartner von Hans-Jürgen Bodderas. Indirekt wirkt der Mann bei den Festspielen seines Lebenspartners nach wie vor mit: Ihm gehört die Domain www.festspiele-oppenheim.de, er wird also bei der Registrierungsstelle für Internetdomains als Vertragspartner geführt, er hat damit das alleinige Nutzungsrecht für die Domain.&nbsp;Man kann es durchaus als ungewöhnlich bezeichnen, dass eine Kommune sich mit einer derart wichtigen Domain in die Abhängigkeit einer Privatperson begibt.</p>
<p>Die Gestaltung der Webseite der Oppenheim-Festspiele hat wer gemacht? Genau: <a href="http://www.inmedia.info/" target="_blank" rel="noopener nofollow">InMedia</a>, die Werbeagentur von Markus Appelmann. Wir kennen den Mann ebenfalls, er bekommt regelmäßig Jobs: Mal vom Stadtbürgermeister. Mal vom SPD-Chef. Mal vom Chef der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft GWG. Oder vom Chef der HGO. Oder auch vom Beauftragten der Verbandsgemeinde fürs Schwimmbad. Macht für Appelmann keinen Unterschied, ist schließlich immer der gleiche Auftraggeber: Marcus Held.</p>
<p>Appelmann führte viele Jahre lang die Geschäfte des Vereins „Oppenheim bewegt“, hat den Posten des Vorsitzenden – nach eigener Aussage – Ende letzten Jahres niedergelegt. Unter dem Mantel des ehrenamtlichen Engagements organisiert er mit &#8222;Oppenheim bewegt&#8220; die <a href="http://www.schlemmerwanderung.de/" rel="nofollow noopener" target="_blank">Schlemmerwanderungen</a>. Darüber hinaus&nbsp; zeichnet Appelmann/InMedia auch fürs „<a href="http://rheinradeln.de/" target="_blank" rel="noopener nofollow">Rheinradeln</a>“ zuständig, dieses große lukrative Event, das irgendwie kommunal sein soll und doch wohl eher ein geschäftliches Unternehmen ist, dem ebenfalls viele Spenden und Zuschüsse – auch hier: Steuergelder! – zufließen, ohne dass je offen erkennbar gemacht worden wäre, wer wirklich kassiert und wo all das viele Geld verbleibt.</p>
<p>Aber „Rheinradeln“ ist nun wirklich ein anderes Thema&#8230;</p>								</div>
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		<title>Das sind die Eigentümer der Tourismus GmbH</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Aug 2017 11:43:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fall Marcus Held]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer steckt alles hinter der Oppenheim Tourismus GmbH? Das fragen sich viele Menschen in der Stadt, nachdem erstmals bekannt wurde: Die vor gut fünf Jahren von Marcus Held initiierte Firma behält die Gelder aus dem Eintritt zum städtischen Untergrund-Labyrinth ein, ohne dass dafür eine Genehmigung des Stadtrates eingeholt wurde. Sie verfügt damit über Einnahmequellen, die eigentlich der Stadt zustehen, ohne dass es einen Nutzungsüberlassungsvertrag gibt. Bislang wurden alle Details über die Tourismus GmbH sorgfältig unter der Decke gehalten. Die Stammeinlage, nur das wurde bisher bekannt, beträgt laut Gründungsurkunde 100.000 Euro, und es wurden Geschäftsanteile zu je 1000 Euro ausgegeben. Mitte 2012 wurde in nicht-öffentlicher Sitzung des Stadtrates über die Verteilung entschieden; hinterher wurden keine Namen verraten, es wurde lediglich via Zeitung mitgeteilt: „Insgesamt zwölf Interessenten würden sich mit jeweils 1000 Euro beteiligen, drei mit 5000 Euro, einer mit 4000 Euro und ein weiterer mit 20 000 Euro.“ Auf vielfachen Wunsch veröffentlichen wir heute die vollständige Liste der Gesellschafter der Oppenheim Tourismus GmbH. Die Stadt Oppenheim hält 49 Prozent (= 49.000 Euro). Sie brachte dafür ihr Touristikbüro ein. Das ist laut Kurzgutachtem 80.000 Euro wert; 31.000 Euro wurden daher als Darlehen der Stadt an die GmbH verbucht, das mit 2 Prozent jährlich zu verzinsen ist. Weiterhin haben sich folgende Unternehmen/Körperschaften als Gesellschafter beteiligt: Die Haus- und Grundstücksverwaltungsgesellschaft (HGO) der gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft Oppenheim (GWG), vertreten durch ihren Geschäftsführer Marcus Held (geb. 1977), der bekanntlich auch Vorstandsvorsitzender der GWG ist, dazu Stadtbürgermeister, SPD-Bundestagsabgeordneter u.v.m., brachte 4000 Euro ein. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd bzw. dessen Ortsgruppe Oppenheim, vertreten durch Norbert Schindler (geb. 1949) aus Bobenheim am Berg, leistete eine Stammeinlage in Höhe von 1000 Euro. Die MAP-Consult GmbH, laut Homepage ein Drei-Mann-Unternehmen mit Sitz im Rathaus an der Merianstraße 2 und geleitet von Geschäftsführer Stefan Lösch (geb. 1961), erwarb einen Anteil von einem Prozent (= 1000 Euro). MAP Consult bekommt in Oppenheim regelmäßig Aufträge, die Firma leitete laut Referenzliste die Altstadtsanierung, die Untergrundsanierung, die Umgestaltung des Bahnhofs, das Programm Historische Innenstadt und einiges mehr. Die Namen der weiteren Gründungs-Gesellschafter sind hier alphabetisch geordnet: Markus Appelmann, geb. 1978, wohnhaft in Oppenheim. Stammeinlage: 5000 Euro. Appelmanns Werbeagentur InMedia steht regelmäßig bei Marcus Held auf der Auftragsliste: Er darf für die Stadt, für die SPD, für die HGO und GWG und einige mehr die Internetseiten machen, die Werbung gestalten usw. Es passt, dass eine Mitarbeiterin von InMedia, die Grafikerin Anja Wernicke, im SPD-Kompetenzteam von Marcus Held sitzt. Rudolf Baumgarten, geb. 1958, wohnhaft in Uelversheim. Stammeinlage: 1000 Euro Baumgarten dürfte der engste und beste Buddy von Marcus Held sein. Macht irgendwie alles, und je länger man draufschaut, desto mehr Jobs und Posten und Pöstchen poppen auf: Baumgarten ist mit seiner „plangUT“ als Stadtplaner für Marcus Held im Einsatz. Mit einem Immobilienbüro verdiente er als Makler kräftig in Krämereck-Süd. Er ist stv. Aufsichtsratsvorsitzender der GWG (zu beaufsichtigender Vorstand: Marcus Held). Er ist Bürgermeister in Uelversheim. Er ist in dem Dörfchen auch 2. Vorsitzende des TSV. Er ist in Guntersblum Chef der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Er ist Chef der SPD Dolgesheim-Berggemeinden. Er ist im Vorstand der SPD Rhein-Selz. Er sitzt in der Zweckverbandsversammlung des Zweckverbandes Abwasserentsorgung Rheinhessen (ZAR). Hansjürgen Bodderas, geb. 1955, wohnhaft in Oppenheim. Stammeinlage (bei Gründung): 1000 Euro Der studierte Theologe mit etwas unruhiger Vita gilt inzwischen als engster Vertrauensmann von Marcus Held im Rathaus. Bodderas ist als 1. Beigeordneter der Bürgermeister-Stellvertreter, er ist zudem für die Themen Kultur, Bildung und Soziales zuständig. Er ist als Leiter für die Festspiele zuständig. 2013 übernahm er die Geschäftsführung der Tourismus GmbH, was er sich sehr gut bezahlen lassen soll, was aber den Tourismus in der Stadt bisher nicht merklich gepusht hat: Die magere Bilanz weist kaum Entwicklung auf. Genauere Einblicke sind nicht möglich: Stadtbürgermeister Marcus Held hat es bisher verabsäumt, einen Beteiligungsbericht zu erstellen, obwohl der von der Gemeindeordnung vorgeschrieben ist. Peter Conrad, geb. 1964, wohnhaft in Hahnheim. Stammeinlage: 20.000 Euro Conrad ist einer der Hauptprofiteure im Beziehungsgeflecht an der Oppenheimer Stadtspitze: Sein Bauunternehmen Hebau GmbH (Sitz: Mainz) bekommt nahezu sämtliche Straßenbauaufträge. Dafür muss Conrad natürlich stets das günstigste Angebot unterbreiten, was ihm zur Verblüffung einiger Ratsmitglieder immer wieder gelingt. Bürgermeister Held präsentiert gewöhnlich die Angebotslisten in den städtischen Gremien – und dann heißt es in der Regel: And the winner is – die Hebau GmbH! Joaquim Var da Silva, geb. 1966, wohnhaft in Oppenheim, Stammeinlage: 1000 Euro Er betreibt laut Internet in Gimbsheim die Agentur „RheinEmotion“, die sich auf die Organisation von Business.Events und Touren spezialisiert hat. Angela Huguenin-Höchst, geb. 1944, wohnhaft in Oppenheim, Stammeinlage: 1000 Euro Diplom-Bibliothekarin und sehr geschätzte Altstadt-Führerin Helmut Krethe, geb. 1956, wohnhaft in Oppenheim, Stammeinlage: 1000 Euro Aktuell bekannte Tätigkeit: Tourismus-Beigeordneter der Stadt auf 801-Euro-Basis. War mal CDU, wollte auch mal Oppenheimer Stadtbürgermeister werden, überwarf sich dann mit seiner Partei und irrlichtert inzwischen um Marcus Held. Walter Lang, geb. 1956, wohnhaft in Oppenheim, Stammeinlage (bei Gründung): 1000 Euro Er ist Mitglied in der SPD-Stadtratsfraktion. Held-Stellvertreter im Vorstand der SPD Oppenheim. Mitglied im SPD-Kompetenzteam von Marcus Held. Geschäftsführer der Oppenheimer Tafel (Vorsitzender: Marcus Held). Werner Lucas, geb. 1946, wohnhaft in Oppenheim, Stammeinlage: 1000 Euro Gästebegleiter in der Altstadt. Gabriele Sadoni, geb. 1950, wohnhaft in Oppenheim, Stammeinlage: 1000 Euro Frühere Kita-Leiterin, Gästebegleiterin in der Altstadt. Dr. Helga Schmadel-Hagebölling, geb. 1958, wohnhaft in Oppenheim, Stammeinlage: 1000 Euro Mitglied im Vorstand des Landesverbands Rheinland-Pfalz des Verkehrsclubs Deutschland&#160;(VCD), Ansprechpartnerin für den Kreisverband Rheinhessen. Heinz Seelinger, geb. 1951, wohnhaft in Oppenheim, Stammeinlage: 5000 Euro Wurde erst Tourismus-Gesellschafter, dann Mitglied der SPD, dann Held-Laudator: Ernannte als Vorstandsmitglied im Carneval Verein Oppenheim (CVO) den Stadtbürgermeister und SPD-Bundestagsabgeordneten Marcus Held zum Botschafter der rheinhessischen Fastnachtskultur in der Hauptstadt. Klaus Senfter, geb. 1951, wohnhaft in Oppenheim, Stammeinlage: 5000 Euro War mal SPD-Fraktionschef im Oppenheimer Rathaus. Udo Weinel, geb. 1957, wohnhaft in Oppenheim, Stammeinlage: 1000 Euro Oppenheimer Nachtwächter. Inzwischen gibt es eine Änderung: Walter Lang hat Ende 2015 seinen 1000-Euro-Anteil an Hansjürgen Bodderas weitergegeben, der damit über zwei Prozent Anteile an der GmbH verfügt.]]></description>
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									<p><strong>Wer steckt alles hinter der Oppenheim Tourismus GmbH? Das fragen sich viele Menschen in der Stadt, nachdem <a href="https://www.der-oppenheim-skandal.de/privatfirma-beutet-staedtische-geldquelle-aus/" target="_blank" rel="noopener">erstmals bekannt</a> wurde: Die vor gut fünf Jahren von Marcus Held initiierte Firma behält die Gelder aus dem Eintritt zum städtischen Untergrund-Labyrinth ein, ohne dass dafür eine Genehmigung des Stadtrates eingeholt wurde. Sie verfügt damit über Einnahmequellen, die eigentlich der Stadt zustehen, ohne dass es einen Nutzungsüberlassungsvertrag gibt.</strong></p>
<p>Bislang wurden alle Details über die Tourismus GmbH sorgfältig unter der Decke gehalten. Die Stammeinlage, nur das wurde bisher bekannt, beträgt laut Gründungsurkunde 100.000 Euro, und es wurden Geschäftsanteile zu je 1000 Euro ausgegeben. Mitte 2012 wurde in nicht-öffentlicher Sitzung des Stadtrates über die Verteilung entschieden; hinterher wurden keine Namen verraten, es wurde lediglich via Zeitung mitgeteilt: „Insgesamt zwölf Interessenten würden sich mit jeweils 1000 Euro beteiligen, drei mit 5000 Euro, einer mit 4000 Euro und ein weiterer mit 20 000 Euro.“</p>
<p>Auf vielfachen Wunsch veröffentlichen wir heute die vollständige Liste der Gesellschafter der Oppenheim Tourismus GmbH.</p>
<p>Die <a href="http://www.stadt-oppenheim.de" target="_blank" rel="noopener nofollow"><strong>Stadt Oppenheim</strong></a> hält 49 Prozent (= 49.000 Euro). Sie brachte dafür ihr Touristikbüro ein. Das ist laut Kurzgutachtem 80.000 Euro wert; 31.000 Euro wurden daher als Darlehen der Stadt an die GmbH verbucht, das mit 2 Prozent jährlich zu verzinsen ist.</p>
<p>Weiterhin haben sich folgende Unternehmen/Körperschaften als Gesellschafter beteiligt:</p>
<p>Die<a href="http://hgo-oppenheim.de/uber-die-hgo/" target="_blank" rel="noopener nofollow"><strong> Haus- und Grundstücksverwaltungsgesellschaft (HGO)</strong></a> der gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft Oppenheim (GWG), vertreten durch ihren Geschäftsführer Marcus Held (geb. 1977), der bekanntlich auch Vorstandsvorsitzender der GWG ist, dazu Stadtbürgermeister, SPD-Bundestagsabgeordneter u.v.m., brachte 4000 Euro ein.</p>
<p>Der <a href="http://www.bwv-rlp.de" target="_blank" rel="noopener nofollow"><strong>Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd</strong></a> bzw. dessen Ortsgruppe Oppenheim, vertreten durch Norbert Schindler (geb. 1949) aus Bobenheim am Berg, leistete eine Stammeinlage in Höhe von 1000 Euro.</p>
<p>Die<a href="http://www.map-consult.de" target="_blank" rel="noopener nofollow"><strong> MAP-Consult GmbH</strong></a>, laut Homepage ein Drei-Mann-Unternehmen mit Sitz im Rathaus an der Merianstraße 2 und geleitet von Geschäftsführer Stefan Lösch (geb. 1961), erwarb einen Anteil von einem Prozent (= 1000 Euro). MAP Consult bekommt in Oppenheim regelmäßig Aufträge, die Firma leitete laut Referenzliste die Altstadtsanierung, die Untergrundsanierung, die Umgestaltung des Bahnhofs, das Programm Historische Innenstadt und einiges mehr.</p>
<p>Die Namen der weiteren Gründungs-Gesellschafter sind hier alphabetisch geordnet:</p>
<p><strong>Markus Appelmann</strong>, geb. 1978, wohnhaft in Oppenheim. Stammeinlage: 5000 Euro.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Appelmanns Werbeagentur <a href="http://www.inmedia.info" target="_blank" rel="noopener nofollow">InMedia</a> steht regelmäßig bei Marcus Held auf der Auftragsliste: Er darf für die Stadt, für die SPD, für die HGO und GWG und einige mehr die Internetseiten machen, die Werbung gestalten usw. Es passt, dass eine Mitarbeiterin von InMedia, die Grafikerin Anja Wernicke, im SPD-Kompetenzteam von Marcus Held sitzt.</p>
<p><strong>Rudolf Baumgarten</strong>, geb. 1958, wohnhaft in Uelversheim. Stammeinlage: 1000 Euro</p>
<p style="padding-left: 30px;">Baumgarten dürfte der engste und beste Buddy von Marcus Held sein. Macht irgendwie alles, und je länger man draufschaut, desto mehr Jobs und Posten und Pöstchen poppen auf: Baumgarten ist mit seiner „<a href="http://www.ib-plangut.de" target="_blank" rel="noopener nofollow">plangUT</a>“ als Stadtplaner für Marcus Held im Einsatz. Mit einem Immobilienbüro verdiente er <a href="https://www.der-oppenheim-skandal.de/ein-parteifreund-macht-kasse/" target="_blank" rel="noopener">als Makler</a> kräftig in Krämereck-Süd. Er ist stv. Aufsichtsratsvorsitzender der <a href="http://gw-oppenheim.de" target="_blank" rel="noopener nofollow">GWG</a> (zu beaufsichtigender Vorstand: Marcus Held). Er ist Bürgermeister in <a href="http://www.uelversheim.de" target="_blank" rel="noopener nofollow">Uelversheim</a>. Er ist in dem Dörfchen auch 2. Vorsitzende des TSV. Er ist in Guntersblum Chef der <a href="http://awo-mainz-bingen.de" target="_blank" rel="noopener nofollow">Arbeiterwohlfahrt</a> (AWO). Er ist Chef der <a href="http://www.spd-dolgesheim-berggemeinde.de" target="_blank" rel="noopener nofollow">SPD Dolgesheim-Berggemeinden</a>. Er ist im Vorstand der <a href="http://www.spd-rhein-selz.de" target="_blank" rel="noopener nofollow">SPD Rhein-Selz</a>. Er sitzt in der Zweckverbandsversammlung des Zweckverbandes Abwasserentsorgung Rheinhessen (<a href="http://www.zweckverband-abwasserentsorgung-rheinhessen.de" target="_blank" rel="noopener nofollow">ZAR</a>).</p>
<p><strong>Hansjürgen Bodderas</strong>, geb. 1955, wohnhaft in Oppenheim. Stammeinlage (bei Gründung): 1000 Euro</p>
<p style="padding-left: 30px;">Der studierte Theologe mit etwas unruhiger Vita gilt inzwischen als engster Vertrauensmann von Marcus Held im Rathaus. Bodderas ist als 1. Beigeordneter der Bürgermeister-Stellvertreter, er ist zudem für die Themen Kultur, Bildung und Soziales zuständig. Er ist als Leiter für die <a href="http://festspiele-oppenheim.mein-ticketshop.de/2015/" target="_blank" rel="noopener nofollow">Festspiele</a> zuständig.</p>
<p style="padding-left: 30px;">2013 übernahm er die Geschäftsführung der Tourismus GmbH, was er sich sehr gut bezahlen lassen soll, was aber den Tourismus in der Stadt bisher nicht merklich gepusht hat: Die magere Bilanz weist kaum Entwicklung auf. Genauere Einblicke sind nicht möglich: Stadtbürgermeister Marcus Held hat es bisher verabsäumt, einen Beteiligungsbericht zu erstellen, obwohl der von der Gemeindeordnung vorgeschrieben ist.</p>
<p><strong>Peter Conrad</strong>, geb. 1964, wohnhaft in Hahnheim. Stammeinlage: 20.000 Euro</p>
<p style="padding-left: 30px;">Conrad ist einer der Hauptprofiteure im Beziehungsgeflecht an der Oppenheimer Stadtspitze: Sein Bauunternehmen <a href="http://www.hebau-mainz.de" target="_blank" rel="noopener nofollow">Hebau GmbH</a> (Sitz: Mainz) bekommt nahezu sämtliche Straßenbauaufträge. Dafür muss Conrad natürlich stets das günstigste Angebot unterbreiten, was ihm zur Verblüffung einiger Ratsmitglieder immer wieder gelingt. Bürgermeister Held präsentiert gewöhnlich die Angebotslisten in den städtischen Gremien – und dann heißt es in der Regel: And the winner is – die Hebau GmbH!</p>
<p><strong>Joaquim Var da Silva</strong>, geb. 1966, wohnhaft in Oppenheim, Stammeinlage: 1000 Euro</p>
<p style="padding-left: 30px;">Er betreibt laut Internet in Gimbsheim die Agentur „<a href="http://www.rheinemotion.de" target="_blank" rel="noopener nofollow">RheinEmotion</a>“, die sich auf die Organisation von Business.Events und Touren spezialisiert hat.</p>
<p><strong>Angela Huguenin-Höchst</strong>, geb. 1944, wohnhaft in Oppenheim, Stammeinlage: 1000 Euro</p>
<p style="padding-left: 30px;">Diplom-Bibliothekarin und sehr geschätzte Altstadt-Führerin</p>
<p><strong>Helmut Krethe</strong>, geb. 1956, wohnhaft in Oppenheim, Stammeinlage: 1000 Euro</p>
<p style="padding-left: 30px;">Aktuell bekannte Tätigkeit: Tourismus-Beigeordneter der Stadt auf 801-Euro-Basis. War mal CDU, wollte auch mal Oppenheimer Stadtbürgermeister werden, überwarf sich dann mit seiner Partei und irrlichtert inzwischen um Marcus Held.</p>
<p><strong>Walter Lang</strong>, geb. 1956, wohnhaft in Oppenheim, Stammeinlage (bei Gründung): 1000 Euro</p>
<p style="padding-left: 30px;">Er ist Mitglied in der SPD-Stadtratsfraktion. Held-Stellvertreter im Vorstand der SPD Oppenheim. Mitglied im <a href="http://spd-oppenheim.de/kompetenzteam-oppenheim/" target="_blank" rel="noopener nofollow">SPD-Kompetenzteam</a> von Marcus Held. Geschäftsführer der <a href="http://www.oppenheimer-tafel.de" target="_blank" rel="noopener nofollow">Oppenheimer Tafel</a> (Vorsitzender: Marcus Held).</p>
<p><strong>Werner Lucas</strong>, geb. 1946, wohnhaft in Oppenheim, Stammeinlage: 1000 Euro</p>
<p style="padding-left: 30px;">Gästebegleiter in der Altstadt.</p>
<p><strong>Gabriele Sadoni</strong>, geb. 1950, wohnhaft in Oppenheim, Stammeinlage: 1000 Euro</p>
<p style="padding-left: 30px;">Frühere Kita-Leiterin, Gästebegleiterin in der Altstadt.</p>
<p><strong>Dr. Helga Schmadel-Hagebölling</strong>, geb. 1958, wohnhaft in Oppenheim, Stammeinlage: 1000 Euro</p>
<p style="padding-left: 30px;">Mitglied im Vorstand des Landesverbands Rheinland-Pfalz des <a href="https://www.vcd.org/vorort/rlp" target="_blank" rel="noopener nofollow">Verkehrsclubs Deutschland</a>&nbsp;(VCD), Ansprechpartnerin für den Kreisverband Rheinhessen.</p>
<p><strong>Heinz Seelinger</strong>, geb. 1951, wohnhaft in Oppenheim, Stammeinlage: 5000 Euro</p>
<p style="padding-left: 30px;">Wurde erst Tourismus-Gesellschafter, dann Mitglied der SPD, dann Held-Laudator: Ernannte als Vorstandsmitglied im Carneval Verein Oppenheim (<a href="https://www.cvo-oppenheim.de" target="_blank" rel="noopener nofollow">CVO</a>) den Stadtbürgermeister und SPD-Bundestagsabgeordneten Marcus Held zum Botschafter der rheinhessischen Fastnachtskultur in der Hauptstadt.</p>
<p><strong>Klaus Senfter,</strong> geb. 1951, wohnhaft in Oppenheim, Stammeinlage: 5000 Euro</p>
<p style="padding-left: 30px;">War mal SPD-Fraktionschef im Oppenheimer Rathaus.</p>
<p><strong>Udo Weinel</strong>, geb. 1957, wohnhaft in Oppenheim, Stammeinlage: 1000 Euro</p>
<p style="padding-left: 30px;">Oppenheimer Nachtwächter.</p>
<p>Inzwischen gibt es eine Änderung: Walter Lang hat Ende 2015 seinen 1000-Euro-Anteil an Hansjürgen Bodderas weitergegeben, der damit über zwei Prozent Anteile an der GmbH verfügt.</p>								</div>
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		<title>Privatfirma beutet städtische Geldquelle aus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Ruhmöller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Aug 2017 07:15:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Was kommt da noch alles hoch in Oppenheim? Jetzt wurde bekannt: Der Landesrechnungshof hat eine Firma, die von Stadtbürgermeister Marcus Held mit einer Clique von Gefolgsleuten gegründet wurde, ins Visier genommen. Es besteht der dringende Verdacht, dass hier Einnahmen aus der Verwertung städtischen Vermögens abkassiert wurden – erneut hinter dem Rücken des Stadtparlaments. Es war im Herbst 2012, als Marcus Held – er war in die Rolle des Geschäftsführers der Haus- und Grundstücksverwaltungsgesellschaft HGO geschlüpft – vor dem örtlichen Notar ein Protokoll unterzeichnete, das inzwischen beim Amtsgericht Mainz abgeheftet liegt: Zusammen mit der Stadt und einem guten Dutzend privater Gesellschafter gründete er die „Oppenheim Tourismus GmbH“, eingetragen beim Handelsregister unter der Nummer HRB 44502. „Gegenstand der Gesellschaft“, so heißt es im üblichen Amtsdeutsch, sei „die Unterhaltung touristischer Angebote insbesondere im Bereich der Stadt Oppenheim, die Förderung des Tourismus insbesondere im Bereich der Stadt Oppenheim als auch dessen Entwicklung“. Eine solche GmbH hätte, vielleicht, eine gute Sache werden können – wenn nicht der SPD-Bundestagsabgeordnete und Oppenheimer Stadtbürgermeister Marcus Held wie gewohnt in einer Mischung aus dubios anmutender Klientel-Politik und undurchsichtigem Umgang mit städtischen Finanzen vorgegangen wäre. Wer steckt da noch alles mit drin? Die Tourismus GmbH gehört von Anfang an nicht allein der Stadt, sondern zum größten Teil ausgesuchten SPD-Parteifreunden sowie einigen privaten Unternehmen. Die Firma kassierte dennoch in den letzten Jahren mehrere hunderttausend Euro, die eigentlich der Stadt zustehen: Es handelt sich um die Erlöse aus dem Eintritt für das städtische Kellerlabyrinth-System. Über die Verwertung des städtischen Untergrunds hätte allein der Stadtrat zu entscheiden gehabt. Doch der wurde nie gefragt: Die gewählten Bürgervertreter wurden bis heute nicht darüber informiert, dass die Keller-Eintrittsgelder seit Jahren in eine mehrheitlich privat geführte GmbH umgeleitet werden. Wie konnte das passieren? Was steckt dahinter, und vor allem: Wer steckt da noch alles mit drin? Seit der Oppenheim-Skandal aufgeflogen ist, seit der Rechnungshof die Geschäfte des Stadtbürgermeisters prüft und die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue gegen Marcus Held eingeleitet hat, will im Rathaus an der Merianstraße keiner mehr richtig Auskunft geben. Wir blättern einen neuen Akt im inzwischen dicken Buch „Der Oppenheim-Skandal“ auf: Was wurde denn da schon wieder für ein Ding gedreht? Halten wir uns an die Fakten: Vor fünf Jahren, im April 2012, stellten Stadtbürgermeister Held (SPD) und sein damaliger Tourismus-Beigeordneter Raimund Darmstadt (AL) das GmbH-Konzept während einer Stadtratssitzung vor. Damals war die SPD mit der AL eine ungeliebte, aber notwendige Koalition eingegangen: Nur so verfügte der Stadtbürgermeister über eine Mehrheit im Rathaus-Parlament. In einer Ratssitzung im September 2012 wurde die Gründung der Tourismus GmbH formal und endgültig abgesegnet. Auf den ersten Blick: alles rechtens. Nur um die Anteilseigner des Unternehmens – die Gesellschafter – wurde ein merkwürdiges Gewese gemacht: Held legte ihre Namen zwar dem Stadtrat vor, aber das geschah, wie die „Allgemeine Zeitung“ damals berichtete, in nicht-öffentlicher Sitzung, was recht ungewöhnlich ist: Gesellschafter-Namen unterliegen gemeinhin keiner Geheimhaltung, sie müssen sogar öffentlich einsehbar sein. Das Tourismus-Büro an der Merianstraße in Oppenheim: Es gehört nicht mehr der Stadt, sondern einer GmbH, die sich mehrheitlich im Besitz von SPD-Genossen und einigen Unternehmern befindet. Geheimnistuerei – wohl aus guten Gründen Inzwischen wissen wir Genaueres, und wir können deshalb auch eine Erklärung für die Geheimnistuerei vermuten: Marcus Held hatte bei der Gründung der GmbH wieder einmal enge Parteifreunde bedient und auch ein paar Unternehmer, die von ihm bis heute regelmäßig mit Aufträgen bedacht werden. Schauen wir hinter die Kulissen der Firma, sehen wir die entscheidenden Details: 49 Prozent der Oppenheim Tourismus GmbH gehören der Stadt – nur 49 Prozent! Die restlichen 51 Prozent – also die Firmen-Mehrheit! – gingen größtenteils an alte Bekannte. Auszug aus der Liste der Gesellschafter: Da ist Rudolf Baumgarten (58), in der Stadt inzwischen hinlänglich bekannt als einer der Haupt-Profiteure der Heldschen Rathausführung: Der Oppenheimer Stadtbürgermeister beschäftigt seinen Amtskollegen aus dem benachbarten Uelversheim als freiberuflichen Stadtplaner mit eigenem Büro im Oppenheimer Rathaus („plangUT“), er verhalf ihm als Makler in Krämereck-Süd zu üppigen Courtagen („Immobilienservice Rudolf Baumgarten“). Nebenbei sitzt &#8222;der rote Hengst von Uelversheim&#8220; (O-Ton Held)  im Aufsichtsrat der gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft GWG und soll dort die Geschäfte des Vorstandsvorsitzenden (Name: Marcus Held) beaufsichtigen&#8230; Markus Appelmann (39) ist natürlich auch wieder mit dabei. Der Chef der Werbeagentur InMedia wird ebenfalls regelmäßig von Marcus Held mit Aufträgen bedacht: Appelmann/InMedia gestaltete unter anderem diverse Internetseiten für die lokale SPD, für die Stadt, für die GWG und deren Tochterunternehmen HGO, er macht dazu regelmäßig Werbung für städtische Veranstaltungen usw. usf. Glaubt man den anonymen Autoren des Dossiers, das den Oppenheim-Skandal ins Rollen gebracht hat, kassierte Appelmann über seine InMedia-Agentur immer wieder sehr üppige Beträge von der Stadt – allein zwischen 2012 und 2015 mehr als 200.000 Euro! Bei der Gründung der Tourismus GmbH gab Appelmann vor dem Notar übrigens seine private Wohnanschrift mit Krämerstraße 18 an: An dieser Adresse aber befand sich damals nur seine Agentur; inzwischen hat die örtliche SPD in dem Altstadt-Fachwerkhaus ihr „Bürgerbüro“ eingerichtet. Klaus Senfter (69) ist Anteilseigner der Tourismus GmbH: Er war früher Fraktionschef der SPD im Oppenheimer Stadtrat. Auch Heinz Seelinger (65) darf sich GmbH-Gesellschafter nennen: Politisch hat er sich zwar noch nicht besonders hervorgetan, doch er pflegt offensichtlich enge Nähe zu Marcus Held: Gut ein Jahr nach der GmbH-Gründung unterschrieb er seinen Aufnahmeantrag in die SPD. Wenige Monate später reiste er nach Berlin und übergab als Vorstandsmitglied des Carneval Verein Oppenheim (CVO) den Orden der Narrenkappe Berlin an Marcus Held. Zugleich ernannte er seinen neuen Parteifreund zum Botschafter der rheinhessischen Fastnachtskultur in der Hauptstadt. Hansjürgen Bodderas (61), der Erste Beigeordnete, gilt als engster Vertrauter von Held im Rathaus. Er ist nicht nur Geschäftsführer der GmbH, sondern auch deren Gesellschafter. Peter Conrad (53) ist nach der Stadt der zweitgrößte Anteilseigner. Er ist Chef (Gesellschafter-Geschäftsführer) des Bauunternehmens Hebau GmbH und auf diese Weise Marcus Held verbunden: Wenn es um städtische Straßenbaumaßnahmen geht, präsentiert der Stadtbürgermeister den Parlamentariern gewöhnlich die Angebotsliste. Zur Verblüffung vieler Ratsmitglieder und Konkurrenzbetriebe schafft es die Hebau GmbH, bei nahezu allen Straßenbauaufträgen in Oppenheim der günstigste Anbieter zu sein – und bekommt deshalb natürlich den Zuschlag. Stefan Lösch (56) hält ebenfalls<a href="https://www.der-oppenheim-skandal.de/privatfirma-beutet-staedtische-geldquelle-aus/" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Privatfirma beutet städtische Geldquelle aus</span></a>]]></description>
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									<p><strong>Was kommt da noch alles hoch in Oppenheim? Jetzt wurde bekannt: Der Landesrechnungshof hat eine Firma, die von Stadtbürgermeister Marcus Held mit einer Clique von Gefolgsleuten gegründet wurde, ins Visier genommen. Es besteht der dringende Verdacht, dass hier Einnahmen aus der Verwertung städtischen Vermögens abkassiert wurden – erneut hinter dem Rücken des Stadtparlaments.</strong></p>								</div>
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									<p>Es war im Herbst 2012, als Marcus Held – er war in die Rolle des Geschäftsführers der Haus- und Grundstücksverwaltungsgesellschaft HGO geschlüpft – vor dem örtlichen Notar ein Protokoll unterzeichnete, das inzwischen beim Amtsgericht Mainz abgeheftet liegt: Zusammen mit der Stadt und einem guten Dutzend privater Gesellschafter gründete er die „Oppenheim Tourismus GmbH“, eingetragen beim Handelsregister unter der Nummer HRB 44502. „Gegenstand der Gesellschaft“, so heißt es im üblichen Amtsdeutsch, sei „die Unterhaltung touristischer Angebote insbesondere im Bereich der Stadt Oppenheim, die Förderung des Tourismus insbesondere im Bereich der Stadt Oppenheim als auch dessen Entwicklung“.</p><p>Eine solche GmbH hätte, vielleicht, eine gute Sache werden können – wenn nicht der SPD-Bundestagsabgeordnete und Oppenheimer Stadtbürgermeister Marcus Held wie gewohnt in einer Mischung aus dubios anmutender Klientel-Politik und undurchsichtigem Umgang mit städtischen Finanzen vorgegangen wäre.</p>								</div>
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					<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Wer steckt da noch alles mit drin?</h3>				</div>
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					<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Geheimnistuerei – wohl aus guten Gründen</h3>				</div>
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									<p>Inzwischen wissen wir Genaueres, und wir können deshalb auch eine Erklärung für die Geheimnistuerei vermuten: Marcus Held hatte bei der Gründung der GmbH wieder einmal enge Parteifreunde bedient und auch ein paar Unternehmer, die von ihm bis heute regelmäßig mit Aufträgen bedacht werden. Schauen wir hinter die Kulissen der Firma, sehen wir die entscheidenden Details:</p><p>49 Prozent der Oppenheim Tourismus GmbH gehören der Stadt – nur 49 Prozent!</p><p>Die restlichen 51 Prozent – also die Firmen-Mehrheit! – gingen größtenteils an alte Bekannte. Auszug aus der Liste der Gesellschafter:</p><ul><li>Da ist <strong>Rudolf Baumgarten</strong> (58), in der Stadt inzwischen hinlänglich <a href="https://www.der-oppenheim-skandal.de/ein-parteifreund-macht-kasse/" target="_blank" rel="noopener">bekannt</a> als einer der Haupt-Profiteure der Heldschen Rathausführung: Der Oppenheimer Stadtbürgermeister beschäftigt seinen Amtskollegen aus dem benachbarten Uelversheim als freiberuflichen Stadtplaner mit eigenem Büro im Oppenheimer Rathaus („plangUT“), er verhalf ihm als Makler in Krämereck-Süd zu üppigen Courtagen („Immobilienservice Rudolf Baumgarten“). Nebenbei sitzt &#8222;der rote Hengst von Uelversheim&#8220; (O-Ton Held)  im Aufsichtsrat der gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft GWG und soll dort die Geschäfte des Vorstandsvorsitzenden (Name: Marcus Held) beaufsichtigen&#8230;</li><li><strong>Markus Appelmann</strong> (39) ist natürlich auch wieder mit dabei. Der Chef der Werbeagentur <a href="http://www.inmedia.info" target="_blank" rel="noopener nofollow">InMedia</a> wird ebenfalls regelmäßig von Marcus Held mit Aufträgen bedacht: Appelmann/InMedia gestaltete unter anderem diverse Internetseiten für die lokale SPD, für die Stadt, für die GWG und deren Tochterunternehmen HGO, er macht dazu regelmäßig Werbung für städtische Veranstaltungen usw. usf. Glaubt man den anonymen Autoren des Dossiers, das den Oppenheim-Skandal ins Rollen gebracht hat, kassierte Appelmann über seine InMedia-Agentur immer wieder sehr üppige Beträge von der Stadt – allein zwischen 2012 und 2015 mehr als 200.000 Euro! Bei der Gründung der Tourismus GmbH gab Appelmann vor dem Notar übrigens seine private Wohnanschrift mit Krämerstraße 18 an: An dieser Adresse aber befand sich damals nur seine Agentur; inzwischen hat die örtliche SPD in dem Altstadt-Fachwerkhaus ihr „Bürgerbüro“ eingerichtet.</li><li><strong>Klaus Senfter</strong> (69) ist Anteilseigner der Tourismus GmbH: Er war früher Fraktionschef der SPD im Oppenheimer Stadtrat.</li><li>Auch <strong>Heinz Seelinger</strong> (65) darf sich GmbH-Gesellschafter nennen: Politisch hat er sich zwar noch nicht besonders hervorgetan, doch er pflegt offensichtlich enge Nähe zu Marcus Held: Gut ein Jahr nach der GmbH-Gründung unterschrieb er seinen Aufnahmeantrag in die SPD. Wenige Monate später reiste er nach Berlin und übergab als Vorstandsmitglied des <a href="https://www.cvo-oppenheim.de/" target="_blank" rel="noopener nofollow">Carneval Verein Oppenheim</a> (CVO) den Orden der Narrenkappe Berlin an Marcus Held. Zugleich ernannte er seinen neuen Parteifreund zum <a href="http://marcusheld.de/ein-bisschen-fassenacht-in-berlin-marcus-held-wird-mit-orden-des-cvo-ausgezeichnet/" target="_blank" rel="noopener nofollow">Botschafter der rheinhessischen Fastnachtskultur</a> in der Hauptstadt.</li><li><strong>Hansjürgen Bodderas</strong> (61), der Erste Beigeordnete, gilt als engster Vertrauter von Held im Rathaus. Er ist nicht nur Geschäftsführer der GmbH, sondern auch deren Gesellschafter.</li><li><strong>Peter Conrad</strong> (53) ist nach der Stadt der zweitgrößte Anteilseigner. Er ist Chef (Gesellschafter-Geschäftsführer) des Bauunternehmens <a href="http://www.hebau-mainz.de/" target="_blank" rel="noopener nofollow">Hebau GmbH</a> und auf diese Weise Marcus Held verbunden: Wenn es um städtische Straßenbaumaßnahmen geht, präsentiert der Stadtbürgermeister den Parlamentariern gewöhnlich die Angebotsliste. Zur Verblüffung vieler Ratsmitglieder und Konkurrenzbetriebe schafft es die Hebau GmbH, bei nahezu allen Straßenbauaufträgen in Oppenheim der günstigste Anbieter zu sein – und bekommt deshalb natürlich den Zuschlag.</li><li><strong>Stefan Lösch</strong> (56) hält ebenfalls einen Anteil – für die <a href="http://www.map-consult.de/" target="_blank" rel="noopener nofollow">MAP Consult GmbH</a>, deren Geschäftsführer er ist. Diese Firma durfte ihr Büro neben dem von Rudi Baumgarten im Rathaus einrichten: Sie ist im Dauerauftrag für die Stadtsanierung engagiert.</li><li>Auch <strong>Helmut Krethe</strong> (62) kaufte sich ein. Damals war er noch in der CDU, hatte sich aber längst auf die Seite des SPD-Stadtbürgermeisters geschlagen. Krethe drängte im Zuge der Kommunalwahl 2014 darauf, dass sich die CDU auf eine Koalition mit der SPD einließ, obwohl die Sozialdemokraten die Mehrheit im Stadtparlament errungen hatten. Das bescherte ihm den Posten des Tourismus-Beigeordneten (und entzweite ihn mit seiner Partei: Er verließ sie, wollte gleichwohl in der CDU-Fraktion verbleiben, die ihn aber unlängst rauswarf).</li></ul>								</div>
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					<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default">"Die Gründung der GmbH war Chefsache"</h3>				</div>
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									<p>Wer hat die Gesellschafter der Tourismus GmbH ausgewählt? Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Geschäftsführer Bodderas teilte mit, dies sei über eine Meldung im Wochenblatt geschehen: Danach seien „alle an einer Partizipation interessierten Mitbürger, Firmen und Betriebe“ am 10. Mai 2012 zu einer Informationsveranstaltung eingeladen worden. Folglich hätte jeder kommen und einsteigen können.</p><p>Angesichts einer Namensliste von Held-Günstlingen und -Begünstigten liegt allerdings die Vermutung nahe, dass die Gesellschafter vom Stadtbürgermeister handverlesen ausgewählt wurden. Tatsächlich sagt der damalige Tourismus-Beigeordnete Raimund Darmstadt heute: „Die GmbH war Chefsache, da habe ich damals nicht einmal als Tourismus-Beigeordneter mitreden können. Marcus Held hat alles ganz allein entschieden.“</p><p>Die GmbH startete mit einem Stammkapital von 100.000 Euro, wovon die privaten Gesellschafter 51.000 Euro einzahlten. Die Stadt brachte ihren Anteil (49% = 49.000 Euro) als sogenannte Sacheinlage in Form ihres Tourismusbüros ein: Das zweistöckige Gebäude an der Merianstraße 2A wurde beim Amtsgericht Mainz im <a href="https://www.der-oppenheim-skandal.de/wp-content/uploads/2017/07/Grundbuch-Tourismusbuero.pdf" target="_blank" rel="noopener">Grundbuch Blatt 5266</a> auf die neue GmbH übertragen. Die „Allgemeine Zeitung“ schrieb damals, dass der Sachwert des Rathaus-Nachbargebäudes „genau dieser Summe entspricht“, also 49.000 Euro ausmache. Das war nicht ganz richtig: In einem <a href="https://www.der-oppenheim-skandal.de/wp-content/uploads/2017/08/Kurzgutachten-Tourismus.pdf" target="_blank" rel="noopener">Kurz-Gutachten</a> war der Wert des Altstadt-Objekts mit 80.000 Euro beziffert worden. Somit kassierte die GmbH rein rechnerisch 31.000 Euro zu viel; dieser überschießende Betrag wurde als Darlehen der Stadt an die GmbH verbucht, das jährlich mit zwei Prozent zu verzinsen ist.</p><p>Das ist buchhalterisch wohl alles korrekt, und auch die Zusammensetzung des neunköpfigen Aufsichtsrats ist nicht strittig: Der Stadtbürgermeister und der Tourismus-Beigeordnete sind kraft Amtes Mitglied, drei weitere Mitglieder werden vom Stadtrat gewählt, die übrigen vier werden von den Gesellschaftern ernannt. Klar ist sodann geregelt: „Die Vertreter der Stadt Oppenheim im Aufsichtsrat sind an Richtlinien und Weisungen des Rats der Stadt Oppenheim gebunden.“</p>								</div>
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					<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Infos für den Stadtrat? Gibt's nicht!</h3>				</div>
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									<p>Und genau hier fangen die Probleme an: Richtlinien und Weisungen kann ein Stadtrat „seinen“ Aufsichtsratsmitgliedern natürlich nur erteilen, wenn er vollständig und umfassend über die Geschäfte der GmbH informiert wird. Die Protokolle der Ratssitzungen aber weisen zur inhaltlichen Tätigkeit der Tourismus GmbH keinen einzigen Tagesordnungspunkt aus. „Das war noch nie ein Thema“, räumt denn auch ein langjähriges SPD-Ratsmitglied ein. Auch ein Beteiligungsbericht, den die Gemeindeordnung zwingend vorschreibt und der über die Geschäftstätigkeit der Tourismus GmbH informieren müsste, existiert – wie unlängst <a href="https://www.der-oppenheim-skandal.de/schlendrian-im-hause-held-gar-mit-system/" target="_blank" rel="noopener">aufgedeckt</a> – im Rathaus Oppenheim nicht.</p><p>Die Mitglieder des Stadtrates wurden somit offenbar auch nie gefragt, ob die Eintrittsgelder aus dem städtischen Kellerlabyrinth in die GmbH „umgeleitet“ werden dürften. Mehr als 200.000 Euro nimmt die Tourismus-GmbH heute auf diese Weise ein – pro Jahr. Normalerweise steht das ganze Geld der Stadt zu. Heute verbleiben ihr – durchgerechnet – gerade mal 49 Prozent davon.</p><p>Und das wirklich ohne legitimierenden Beschluss des Stadtrates?</p><p>Stadtbürgermeister Marcus Held, der sonst zu allem etwas sagt, schweigt plötzlich. „Wir“, so teilt er in monarchischem Pluralis Majestatis mit, also „wir“ sehen keine Veranlassung mehr, „Themen jeglicher Art ab sofort ausgerechnet mit ihnen zu besprechen“. So schrieb er wörtlich, und wenn er auch etwas verquer formulierte, so war seine <a href="https://www.der-oppenheim-skandal.de/das-schweigegeluebde-des-marcus-held/" target="_blank" rel="noopener">Botschaft</a> doch unmissverständlich: Kein Wort mehr zum Autor dieser Webseite.</p>								</div>
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					<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Auskünfte fern ab jeder Sachkompetenz</h3>				</div>
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									<p>Hansjürgen Bodderas, Erster Beigeordneter und GmbH-Geschäftsführer wie auch -Gesellschafter, müsste die Geldströme in „seine“ GmbH eigentlich erklären können. Hartnäckig hält sich in Kreisen der Ratsmitglieder das Gerücht, dass sich der studierte Theologe und Johann-Sebastian-Bach-Fan, der als Beigeordneter für Kultur, Bildung und Soziales 801 Euro/Monat bekommt, seinen Zusatzjob mit einem – gemessen an der Größe der GmbH – sehr opulent dotierten Geschäftsführer-Vertrag entlohnen lasse. Dazu will er nichts sagen („Ich bezweifle, dass es eine juristische Grundlage dafür gibt, mein Gehalt offen zu legen“). Auf weitere Fragen zu Einnahmen und Ausgaben der GmbH gerät er ins Stottern und teilt schließlich schriftlich mit: „Bevor ich näher gehende Informationen herausgebe, schließe ich mich zunächst mit meinem Beigeordneten für Tourismus kurz, der mein Dienstherr ist.“</p><p>Eine solche Auskunft zeugt nicht gerade von Sachkompetenz: Der Dienstherr des Geschäftsführers ist natürlich die Gesellschaft, vertreten durch ihren Aufsichtsrat, und nicht der Tourismus-Beigeordnete. Aber versuchen wir’s halt bei dem:</p><p>Auch Helmut Krethe, der für den Job des Tourismus-Beigeordneten Monat für Monat trotz Ehrenamtlichkeit ebenfalls 801 Euro im Monat kassiert, will erst nichts sagen. Drei lange Emails schreibt er, die wir zur <a href="https://www.der-oppenheim-skandal.de/2676-2/" target="_blank" rel="noopener">Dokumentation</a> im Wortlaut veröffentlichen – dann endlich ringt er sich zu einer Antwort durch:</p><p>Erst verweist er auf seinen Bürgermeister: Dessen Schweige-Gelübde habe er „nichts hinzuzufügen“.</p><p>Später, nach freundlichem Hinweis auf bestehende Auskunftspflichten, schickt er eine längere Stellungnahme: Mit vielen Worten umschreibt er darin, warum die Gründung der GmbH ein ganz normaler Vorgang gewesen sei (was nie bestritten wurde) und dass eine GmbH natürlich Einnahmen verzeichnen wolle (was ebenfalls unstrittig ist).</p><p>Erst in einer dritten Mail kommt er zur Sache: Und er räumt ein, dass der Stadtrat nie gefragt worden sei, ob eine Privatfirma die Keller-Eintrittsgelder vereinnahmen dürfe. Seiner Meinung nach sei das auch vollkommen in Ordnung, schreibt Krethe, irgendwie müsse eine Tourismus-Firma ja Geld verdienen, sie habe schließlich auch Ausgaben&#8230;</p>								</div>
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					<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Noch ein Fall für den Staatsanwalt</h3>				</div>
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									<p>Wenn er da nur nicht irrt! Denn wenn es keinen Ratsbeschluss darüber gibt, wonach die Eintrittsgelder aus dem städtischen Kellerlabyrinth-System in eine mehrheitlich stadtfremde GmbH fließen dürfen, dann könnte das strafrechtlich noch äußerst interessant werden: Die GmbH vereinnahmt seit Jahren Hunderttausende, die der Stadt zustehen – ohne Genehmigung: Ein Jurist bezeichnet solch nicht genehmigte Geldflüsse vorbei an der Stadtkasse als „treuwidrige Beschädigung städtischen Vermögens“, wofür der Stadtbürgermeister verantwortlich sei. „Das wären nach <a href="https://dejure.org/gesetze/StGB/266.html" target="_blank" rel="noopener nofollow">Paragraf 266 Strafgesetzbuch</a> der nächste Fall der Untreue.“</p><p>Es gibt noch einige weitere Punkte, die unklar sind:</p><ol><li>Laut Helmut Krethe kassiert die GmbH die städtischen Einnahmen im Zusammenhang mit Tourismus, weil sie ja im Gegenzug auch die Ausgaben übernommen habe. Krethe verschweigt, dass zwei Mitarbeiter für den Tourismus noch immer auf Kosten der Stadtkasse angestellt sind. AL-Chef Darmstadt hatte im letzten Jahr im Stadtrat beantragt, diese beiden Planstellen durch die GmbH fortführen zu lassen, dann würde die Stadt 70.000 Euro sparen. Der Antrag wurde laut <a href="https://www.der-oppenheim-skandal.de/wp-content/uploads/2017/08/2016-12-08_Stadtrat-Oppenheim-S8_9.pdf" target="_blank" rel="noopener">Sitzungsprotokoll</a> mit den Stimmen von SPD und CDU abgelehnt.</li><li>Die Übertragung der Keller-Nutzung an die GmbH hätte normalerweise in einem Nutzungsüberlassungsvertrag vereinbart werden müssen. Darin wäre zum Beispiel unter anderem geklärt worden, wer anfallende Kosten wie Strom, Versicherungen, Reinigung etc. übernimmt. Und es wäre auch festgelegt worden, welche Nutzungsentschädigung die GmbH an die Stadtkasse abführen muss. Einen solchen Vertrag aber gibt es offenbar nicht. AL-Mann Darmstadt hatte deshalb im letzten Jahr im Stadtrat den Antrag gestellt, dass die GmbH jährlich eine Pauschale an die Stadt zahlen solle. Er sprach von 30.000 Euro; im <a href="https://www.der-oppenheim-skandal.de/wp-content/uploads/2017/08/2016-12-08_Stadtrat-Oppenheim-S8_9.pdf" target="_blank" rel="noopener">Protokoll</a> heißt es: Antrag abgelehnt!</li><li>Und dann sollte die GmbH, so lautete ein weiterer Vorschlag des AL-Chefs, von ihren Gewinnen jährlich 5000 Euro an die Stadt überweisen. Im <a href="https://www.der-oppenheim-skandal.de/wp-content/uploads/2017/08/2016-12-08_Stadtrat-Oppenheim-S8_9.pdf" target="_blank" rel="noopener">Protokoll der Ratssitzung</a> heißt es, dass über diesen Antrag nicht abgestimmt worden sei, „da er nicht zulässig ist. Darüber muss die Tourismus GmbH entscheiden.“ Das ist in dieser Form nicht richtig: Natürlich beschließt die Gesellschafterversammlung der Tourismus GmbH (und nicht der Stadtrat) über die Verwendung des bei der GmbH angefallenen Gewinns. Aber: Die Vertreter der Stadt Oppenheim in der Gesellschafterversammlung der Tourismus GmbH – also Stadtbürgermeister Held und sein Tourismus-Beigeordneter Krethe – unterliegen dabei nach <a href="http://landesrecht.rlp.de/jportal/portal/t/1guy/page/bsrlpprod.psml/action/portlets.jw.MainAction?p1=3h&amp;eventSubmit_doNavigate=searchInSubtreeTOC&amp;showdoccase=1&amp;doc.hl=0&amp;doc.id=jlr-GemORPV20P88&amp;doc.part=S&amp;toc.poskey=#focuspoint" target="_blank" rel="noopener nofollow">Paragraf 88</a> Absatz 1 Satz 6 der Gemeindeordnung Rheinland-Pfalz und Paragraf 16 Absatz 9 des Gesellschaftsvertrags der Tourismus GmbH den Weisungen des Stadtrats. Man konnte – nein: man musste den Vorschlag des AL-Chefs also dahin auslegen, dass die Vertreter der Stadt angewiesen werden, in der Gesellschafterversammlung der GmbH einen entsprechenden Gewinnverwendungsvorschlag durchzusetzen. Das aber geschah nicht; stattdessen wurde der sachgerechte Vorschlag Darmstadts fadenscheinig und zu Unrecht „abgebügelt“.</li></ol><p>Bei so vielen handwerklichen Verwaltungsfehlern – wenn denn nicht richtiger von bewusst rechtswidrigem Vorgehen gesprochen werden muss: Hätte die Verwaltung der <a href="https://www.vg-rhein-selz.de/vg_rhein_selz/" target="_blank" rel="noopener nofollow">Verbandsgemeinde Rhein-Selz</a> bei der Oppenheim Tourismus GmbH nicht einschreiten müssen? Hätte VG-Bürgermeister Klaus Penzer seinen Parteifreund Marcus Held nicht rechtzeitig an die Kandare nehmen, zumindest aber vor solchem Geschäftsgebaren eindringlich warnen müssen? Immerhin, die VG-Verwaltung ist mitverantwortlich für die Führung der Amtsgeschäfte in Oppenheim&#8230;</p><p>Penzer antwortet nicht auf Anfragen. Er lässt seinen Büroleiter eine kurze Stellungnahme schicken: „Die Tourismus GmbH ist Bestandteil der Prüfung des Rechnungshofes.“ Während eines laufenden Verfahrens würden „zu den Prüfungsgegenständen keinerlei Informationen herausgegeben“.</p><p>Im Klartext: Der Rechnungshof, dessen Sonderprüfung bereits dazu führte, dass die Staatsanwaltschaft gegen Marcus Held wegen des Verdachts der mehrfachen Untreue ermittelt, hat sich auch des Themas „Oppenheim Tourismus GmbH“ angenommen. Wir sind gespannt: Da kommt bestimmt noch was hoch!</p>								</div>
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